Mehr Fahrgäste im VRR: 1,1 Milliarden Fahrten in 2006
Kundenzuwachs von 1,8 Prozent beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
Gelsenkirchen, 25. Januar 2007
Der Trend steigender Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hält weiter an. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der entgeltlichen Fahrten mit Bus und Bahn im VRR um etwa 1,8 Prozent auf nahezu 1,1 Milliarden.
„Bereits im siebten Jahr in Folge verbuchen wir jetzt Zuwächse bei den Fahrgastzahlen“, erklärt Klaus Vorgang, VRR-Vorstand. „Knapp 20 Millionen Fahrten sind im vergangenen Jahr mehr absolviert worden.“ Dabei sind die zusätzlichen Fahrten zur Fußballweltmeisterschaft, die vor allem in den Spielorten Dortmund und Gelsenkirchen sowie bei der Deutschen Bahn anfielen, mit eingerechnet. „Die WM war ein einzigartiges und für uns sehr positives Ereignis. Die über vier Millionen zusätzlichen Fahrten in diesem Zeitraum im VRR verbessern unser Ergebnis zusätzlich“, erläutert Vorgang. Mit der Steigerung um 1,8 Prozent liegt der VRR im Bundesdurchschnitt. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) meldete für das Jahr 2006 einen voraussichtlichen bundesweiten Fahrgastanstieg von 1,9 Prozent inklusive der zusätzlichen WM-Verkehre.
Gestiegene Fahrgeldeinnahmen dienen der Kostendeckung
Auch bei den Einnahmen konnte im letzten Jahr wieder ein Plus verbucht werden. So stiegen die Fahrgeldeinnahmen im Jahr 2006 gegenüber 2005 um etwa 46 Millionen Euro auf insgesamt 834 Millionen Euro. Dies entspricht einem prozentualen Zuwachs um 5,8 Prozent. Der Anstieg bei den Mehreinnahmen ist auf die im VRR bislang einmalige Maßnahme von zwei Preisanpassungen in einem Jahr zurückzuführen.
Zu Beginn des Jahres 2006 hatte der VRR die Preise um durchschnittlich 3,4 Prozent angehoben. Im Laufe der folgenden Monate wurde jedoch erkennbar, dass die Kosten bei den Verkehrsunternehmen durch höhere Energiepreise weiter steigen würden. Der Dieselpreis etwa stieg 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 Prozent je 100 Liter. Dadurch zahlten die VRR-Verkehrsunternehmen im vergangenen Jahr rund 14 Millionen Euro mehr für Dieselkraftstoff als noch 2005. Hinzu kamen erneute Kürzungen bei öffentlichen Geldern. Bei den so genannten 45a-Mitteln, die zur Finanzierung der Schüler- und Auszubildendenverkehre eingesetzt werden, standen den Verkehrsunternehmen im VRR rund 19,6 Millionen Euro weniger zur Verfügung als noch im Jahr 2005.
Um diese zusätzlichen Belastungen in Höhe von 33,6 Millionen Euro aufzufangen, wurde die ursprünglich für den 01.01.2007 geplante Preisanpassung bereits am 01.08.2006 umgesetzt, die Preise steigen um durchschnittlich 4,9 Prozent. Zum Jahreswechsel 2006/2007 blieben die Ticketpreise im VRR dafür stabil. „Die Kürzungen der 45a-Mittel sowie die gestiegenen Kosten bei den Dieselpreisen konnten durch die Mehreinnahmen aufgefangen werden. Und zudem ist es uns gelungen, einen Beitrag von rund 12,4 Millionen Euro zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte im VRR-Gebiet zu leisten“, erklärt Vorgang die Notwendigkeit der Preisanpassungen und das damit verbundene Ergebnis.
Abostrategie weiter auf Erfolgskurs
Erfreulich ist die Statistik des VRR im Hinblick auf den kontinuierlichen Anstieg der verkauften Abotickets. Insgesamt nutzten im letzten Jahr rund 1,2 Millionen Fahrgäste im VRR die Vorzüge als Abokunden. Das bedeutet zusammengefasst eine Steigerung von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erfreulich ist die Nachfrage beim YoungTicketPlus und beim BärenTicket mit einem Zuwachs von rund neun Prozent.
Die Anzahl der SchokoTicket-Besitzer stieg erneut, diesmal um 1,7 Prozent, und auch im Bereich Ticket1000 und Ticket2000 ist ein Zuwachs von 2,5 Prozent zu vermelden. „Dieser Erfolg bestätigt nachhaltig, dass wir mit unserer Abostrategie gut aufgestellt sind“, so Vorgang.



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