1980 - 2005: 25 Jahre Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
Die VRR-Chronik in Kurzform
1980
Am 1. Januar 1980 startet der VRR. In ihm sind 19 Verkehrsunternehmen sowie 24 Städte und Kreise vertreten. Möglich ist nun die Benutzung aller Verkehrsmittel im Verbundgebiet mit nur einem Ticket.
1981
In Bochum, Düsseldorf und Essen gehen neue Tunnelstrecken der Stadtbahn in Betrieb. Das Stadtbahnnetz wächst damit auf 51,9 Kilometer.
1982
Als Sonderangebot wird eine Familienkarte auf den Markt gebracht. Außerdem wird eine Trennung der Tarife mit dem 14. Lebensjahr eingeführt. Die S-Bahnen werden für den Fahrradtransport geöffnet.
1983
Seit Verbundstart zählt der VRR bereits eine Milliarde Fahrgäste. Zwischen Dortmund und Bochum geht die S 1 in Betrieb und verknüpft das Ruhrgebiet mit dem Rheinland.
1984
Unna und Dortmund werden durch die S-Bahn-Linie S 4 verbunden. In Dortmund geht ein sechs Kilometer langer lnnenstadttunnel der Stadtbahn in Betrieb.
1985
Neu im Verbundraum: die Kurzstrecke für eine Mark. Zum ersten Mal werden Kombikarten für Messebesuche angeboten. Der Smog-Alarm im Ruhrgebiet wird zur Bewährungsprobe für die Verkehrsunternehmen.
1986
Das Angebot von Kombikarten wird ausgeweitet. Das NRW-Fest lockt 1,3 Millionen Besucher an, die zu 70 Prozent den ÖPNV benutzen. Statt der umfangreichen Bereichsfahrpläne werden teilweise erstmals Stadtfahrpläne herausgegeben.
1987
Mit neuen StädteSchnellBus-Linien beginnt der Einstieg in das Schnellbusnetz. Im Schienenpersonennahverkehr beginnt man mit der Umsetzung von Taktfahrplänen und der Differenzierung des Angebotes. Der Papst kommt nach Gelsenkirchen: Für die 90.000 Teilnehmer an der Großveranstaltung gibt es ein Sonderangebot.
1988
Der Verbundtarif wird durch die Zusammenfassung von Preisstufen gestrafft. In Bochum wird die erste CityExpress-Linie auf den Weg gebracht. Die S 8 zwischen Mönchengladbach und Hagen wird fertig gestellt.
1989
Fahrräder können nun auch in Stadtbahnen, Straßenbahnen und Bussen mitgenommen werden. Die U 35 verbindet erstmals zwei Städte (Bochum und Herne) unterirdisch und gehört zu den attraktivsten Nord-Süd-Verbindungen im Verbund. In Dortmund startet das erste NachtExpress-Netz im VRR.
1990
Der neu strukturierte VRR gliedert sich in den Zweckverband VRR, in dem 24 Städte und Kreise vertreten sind, und dessen Managementgesellschaft, die VRR GmbH. Die erste RegionalSchnellBahn-Linie startet zwischen Essen und Münster. Die elektronische Fahrplanauskunft und der erste Touch-Screen-Fahrkartenautomat erweitern die Service-Palette.
1991
Das Ticket2000 mit 30-prozentiger Fahrpreisermäßigung gegenüber bisherigen Abonnements wird eingeführt. Es bewirkt einen Fahrgastzuwachs um 15 Prozent. Das Liniennetz wird durch die Gültigkeit von VRR-Tickets bei der Benutzung der RegionalSchnellBahn (RSB) und der Deutschen Bundesbahn erweitert. Der Deutsche Evangelische Kirchentag im Ruhrgebiet sorgt für rund 400.000 zusätzliche Fahrten.
1992
Nach dem Ticket2000 werden auch die Bartickets neu strukturiert: Die Preisstufenzahl wird auf drei plus Kurzstrecke reduziert. Die Fahrgastzahl überschreitet 1 Milliarde. Für Studenten wird das SemesterTicket eingeführt. Tickets kann man nun auch in Reisebüros und Kiosken sowie in Postämtern, DB-Reisezentren und an den VRR-/DB-Automaten kaufen.
1993
Das FerienTicket für Schüler - erstmals für den gesamten Verbundraum - ist mit Jugendherbergsausweisen kombiniert. Jeder siebte Einwohner im VRR nutzt bereits ein Dauerticket. Jeder Student im VRR hat ein SemesterTicket. Mit neuen Strecken in Düsseldorf und Bochum wächst das Stadtbahnnetz auf 159 Kilometer.
1994
Mehr als 100.000 Arbeitnehmer nutzen täglich das FirmenTicket. Es gibt ein TicketSpezial für Veranstaltungen, Kongresse und Sportfeste. Die S 5 (Dortmund-Hagen) vervollständigt das S-Bahn-Netz an Rhein und Ruhr.
1995
Es gibt einen neuen Fahrausweisautomaten mit Touch-Screen und Service-Angebot. Mit der Einführung des YoungTicketExtra werden für Schüler und Azubis neue Abo-Angebote geschaffen.
1996
Durch die Regionalisierung des Nahverkehrs ist der Zweckverband VRR nun als Aufgabenträger für den SPNV verantwortlich. Die StadtBusDormagen GmbH (SDG) kommt als neuer Kooperationspartner zum VRR hinzu. Das FerienTicket NRW ist jetzt landesweit gültig.
1997
Für VRR-Abonnenten wird die Kfz-Versicherung mit Rabatt angeboten, da sich durch die geringere Autonutzung Unfälle verringern. Im Internet gibt es die elektronische Fahrplanauskunft als Serviceangebot. Neu eingeführt wird das "Ticket2000-Sieben Tage". Der erste Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr erscheint.
1998
Das Pilotprojekt "Zentralstelle für Regionales Sicherheitsmanagement und Prävention" (ZeRP) soll eine Erhöhung der subjektiven Sicherheit bewirken. Das VRR-FerienTicket und das FerienTicket NRW werden erstmals für alle Ferien angeboten und gelten als Ergänzungstickets der DB auch für IC-und IR-Züge.
1999
Im Verbundgebiet wird das NRWplus-Ticket angeboten, das Kunden der Deutschen Bahn AG ermöglicht, im Anschluss an eine Bahnfahrt auch die öffentlichen Verkehrsmittel am Zielort zu nutzen. Der VRR startet das Programm "QualitätsScouts": Geschulte Fahrgäste tragen ehrenamtlich zum Aufspüren von Qualitätsmängeln bei.
2000
Mit der größten Tarifreform seit 1990 optimiert der VRR seine Tarifstrukturen: Das Ticket2000 wird verbessert, das Ticket1000 wird neu eingeführt, und die Kurzstrecke wird kundenfreundlicher gestaltet.
2001
Das für Schüler konzipierte SchokoTicket wird verbundweit eingeführt. Vorangegangen war eine einjährige Pilotphase in Bochum, Dortmund und Neuss. Der günstige Preis gekoppelt mit der unbeschränkten zeitlichen und räumlichen Gültigkeit macht das Ticket schnell zum Bestseller.
2002
Nach dem Erfolg des SchokoTickets legt der VRR gleich nach: Für Azubis bietet er nun das YoungTicketPlus als leistungsstarke Abo-Monatskarte an.
2003
Zum 1. Januar 2003 startet der VRR als erster Verkehrsverbund Deutschlands ins Chipkarten-Zeitalter: Alle Ticket-Abonnenten kommen nach und nach in den Genuss des neuen Ticketsystems. Insgesamt stattet der VRR eine Million Abo-Kunden mit Chipkarten aus. Zum 1. Oktober führt der VRR das BärenTicket ein - das Ticket für alle Aktiven ab 60.
2004
Für die BärenTicket-Kunden ruft der VRR die Initiative fit & mobil ins Leben. Die Initiative bietet zahlreiche attraktive Zusatzangebote zum BärenTicket. Die elektronische Fahrplanauskunft ist inzwischen in mehreren Sprachen online verfügbar.
2005
Der VRR feiert sein 25-jähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück: Seit der Gründung 1980 konnten die Fahrgastzahlen und das gesamte Nahverkehrsnetz kontinuierlich erweitert werden.
2006
Die Fußball-WM war auch für den VRR das größte Ereignis in 2006 – und zugleich eine erfolgreich gemeisterte Herausforderung für den Nahverkehr. Im Fokus standen in diesem Jahr außerdem die vom Bund beschlossenen massiven Mittelkürzungen, gegen die der VRR gemeinsam mit mehreren Partnern mit einem Aktionstag protestierte.
2007
Im Interesse seiner Fahrgäste setzt sich der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ab Frühjahr 2007 in intensiven Verhandlungen mit der DB Regio NRW für bessere Leistungen auf der Schiene zu marktüblichen Preisen ein.
2008
Zum 01. Januar 2008 hat sich das ÖPNV-Gesetz in Nordrhein-Westfalen geändert. Neben der Neuordnung der Kooperationsräume wurden den Zweckverbänden auch neue Aufgaben übertragen.
2009
Das Jahr stand im Zeichen des Qualitätswettbewerbs auf der Schiene. Zwei Streckennetze sind in den privaten Betrieb übergegangen.