23.08.2012
Die S-Bahnlinie S 6 verkehrt wieder planmäßig
Positive Zwischenbilanz nach Modernisierungsarbeiten während der Sommerferien
Die erste Etappe ist erfolgreich abgeschlossen: Alle Bauarbeiten, die während der Sommerferien für die Sperrung der S-Bahnstrecke S 6 sorgten, wurden im Zeitplan erledigt. An den betroffenen Bahnhöfen Essen-Stadtwald, Essen-Werden, Kettwig, Ratingen Ost, Düsseldorf-Rath und Düsseldorf-Rath Mitte wurden die Bahnsteige auf 96 Zentimeter erhöht und neu gepflastert. Um die Kunden weiterhin an ihr Ziel zu befördern, waren bis zu 30 Gelenkbusse im Einsatz. „Die zeitgleiche Realisierung von sechs Bahnhöfen an einer Bahnstrecke war eine enorme Herausforderung. Doch die Anstrengungen aller Beteiligten haben sich bezahlt gemacht. Schon jetzt lassen die Bahnhöfe erkennen, dass sich die Investitionen lohnen werden,“ sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. Die Bahnhöfe sollen nicht nur gut aussehen, sondern auch barrierefrei werden. In Zukunft sorgen taktile Leit- und Begleitstreifen für sehbehinderte Fahrgäste für mehr Sicherheit und es gibt neue Fahrstuhl- und Rampenanlagen.
„Barrierefreiheit und ein gutes Erscheinungsbild der Bahnhöfe sind wichtige Argumente für den Umstieg auf das System Eisenbahn,“ so Reiner Latsch von der Deutschen Bahn und bittet die Kunden gleichzeitig jedoch um Verständnis für Unannehmlichkeiten, die durch die Baumaßnahmen entstanden sind und noch entstehen können. Denn nicht alle Modernisierungsarbeiten sind in den sechs Wochen abgeschlossen worden.
Bis 2013 werden noch weitere Arbeiten folgen:
Essen Stadtwald:
Die Station wird mit einem videoüberwachten Aufzug ausgebaut. Moderne Wetterschutzhäuser ersetzen die Dachkonstruktion. Die vorhandene Anlage für Bahnsteigdurchsagen wird durch einen dynamischen Schriftanzeiger (DSA) mit Akustikmodul ersetzt.
Essen-Werden:
Der Bahnhof wird mit zwei videoüberwachten Aufzügen barrierefrei ausgebaut und erhält neue Dächer. Die Personenunterführung, die beide Bahnsteigseiten verbindet, wird modernisiert und vergrößert.
Kettwig:
Die Station erhält ebenfalls zwei Aufzüge mit Videoüberwachung und wird damit barrierefrei. Die Unterführung und das Bahnsteigdach werden modernisiert. Ein moderner DSA ersetzt die vorhandene Anlage für Bahnsteigdurchsagen.
Düsseldorf-Rath:
Der Bahnhof erhält eine videoüberwachte Rampe und wird barrierefrei zugänglich. Der Mittelbahnsteig wird um rund 60 cm verbreitert und bietet mehr Platz für den Ein- und Ausstieg. Ein moderner DSA ersetzt die vorhandene Anlage für Bahnsteigdurchsagen.
Düsseldorf-Rath Mitte:
Zwei neue Rampen- und Treppenanlagen sorgen für einen komfortablen und barrierefreien Zugang. Ein moderner DSA ersetzt die vorhandene Anlage für Bahnsteigdurchsagen.
Die Baukosten für die sechs Verkehrsstationen betragen rund 20 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Modernisierung mit rund 6 Millionen Euro.
Gemeinsam mit Land und Bund investiert die Deutsche Bahn kontinuierlich in die kundenfreundliche Entwicklung der Stationen in NRW. Im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 wurden Baumaßnahmen an 108 kleineren und mittleren Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen vereinbart. Land, Bund und Bahn investieren hierfür in den kommenden Jahren rund 407 Millionen Euro. Bereits heute sind 465 der 691 Stationen im Land stufenfrei.