Sicherheit

Sicher unterwegs

Gut vernetzt für mehr Sicherheit

Foto: DB

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr engagiert sich aktiv für die Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr. Ziel des Verbundes ist es, dass sich die Fahrgäste in Bus und Bahn jederzeit wohl fühlen und sicher ihr Fahrtziel erreichen.

Vernetzte Sicherheit

Um ein effektives Sicherheitsmanagement zu gewährleisten, ist der Verbund mit allen relevanten Akteuren im Bereich Sicherheit vernetzt: Seit 1998 koordiniert und organisiert die Zentralstelle für Regionales Sicherheitsmanagement und Prävention (ZeRP) den Kontakt und den Austausch unter den Akteuren. Grundlage der Arbeit ist eine Informationsplattform für sicherheitsrelevante Projekte und Vorfälle, in der viele Verkehrsunternehmen und Sicherheitspartner regelmäßig Eintragungen vornehmen. Auf Basis dieser Daten kann der VRR gemeinsam mit den Partnern vor Ort mit verschiedenen Projekten und koordinierten Aktionen reagieren. Hierzu zählen beispielsweise, jugendliche Busbegleiter, Busschulen für Kinder und Senioren oder technische Projekte mit Verkehrsunternehmen.

Optimierte Sicherheitskonzepte

Das Know-How im Bereich Sicherheit kommt an vielen weiteren Stellen innerhalb der Verbundarbeit zum Tragen. So werden für SPNV-Ausschreibungsunterlagen Umfänge, Budgets und die Qualität von Sicherheitsleistungen beschrieben, beispielsweise der Einsatz von Begleitpersonal oder Videoüberwachung in den Fahrzeugen. Während der Vertragslaufzeiten prüft der Verbund die bestehenden Betriebskonzepte und optimiert diese im Bedarfsfall. Bei Fördervorhaben oder bei Projekten der Verkehrsunternehmen arbeiten die Sicherheitsexperten des VRR mit und bringen sich bei der Planung und der technischen Umsetzung ein.

Zivilcourage im ÖPNV

Neben der Arbeit mit den Ordnungspartnern sucht der VRR auch den direkten Kontakt zu den Menschen in der Region, um die Bürger zu mehr Zivilcourage im öffentlichen Raum – unter anderem im Öffentlichen Nahverkehr – zu ermutigen. Zur Umsetzung dieser Aufgabe haben der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und die Unternehmensgruppe Kötter im Sommer 2011 die muTiger-Stiftung ins Leben gerufen. In Qualifizierungskursen erhalten die Teilnehmer konkrete Anweisungen zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen und lernen, Zivilcourage zu zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Aktuelle Projekte

Präventionsrat Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen gibt es den Präventionsrat, den der VRR als Kooperationspartner aktiv unterstützt. Im Präventionsrat werden vorbeugende Maßnahmen entwickelt und geplant, die dann von den Verkehrsunternehmen und den anderen Ordnungspartnern in Gelsenkirchen durchgeführt werden.

Wenn Sie mehr über die gemeinsame Arbeit erfahren möchten, erhalten Sie weitere Informationen auf der Homepage des Präventionsrates Gelsenkirchen.

www.praege.de

Foto: VRR

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und die Unternehmensgruppe Kötter haben im Sommer 2011 die muTiger-Stiftung gegründet. Mit einem möglichst breiten gesellschaftlichen Bündnis möchten die Partner gemeinsame Verantwortung dokumentieren und Bürger ermutigen, Zivilcourage zu zeigen, ohne aber falsches Heldentum zu fördern.

Stiftung MuTiger:

Im Fokus stehen Qualifizierungskurse, bei denen interessierten Bürgern konkrete Anweisungen zum richtigen Verhalten an die Hand gegeben werden. Die Kurse, für Teilnehmer ab 16 Jahren, werden in zwei Teile gegliedert und dauern je vier Stunden. Der erste umfasst die wichtigsten Maßnahmen im Bereich der Ersten Hilfe, der zweite dient der praktischen Einübung von Verhaltensweisen in brenzligen Situationen und reicht von der besonnenen Bewertung einer Situation über das korrekte Absetzen eines Notrufs bis zum Schutz eines möglichen Opfers.

Die Teilnehmer lernen somit, Zivilcourage zu zeigen, ohne aber sich oder andere unnötig in Gefahr zu bringen. Nach erfolgreicher Absolvierung der Kurse erhalten die Teilnehmer einen kostenfreien anlassbezogenen Versicherungsschutz in den Bereichen Unfall, Haftpflicht und Rechtschutz sowie persönliche Ansprechpartner, die nach einer Krisensituation eine psychologische Beratung und Betreuung anbieten.

Sind Sie interessiert an den Qualifizierungskursen für Zivilcourage? Dann können Sie sich jetzt bei der Stiftung muTiger registrieren!

www.mutiger.de

Kompetenzcenter Sicherheit:

Im Jahr 2008 übertrug das Land NRW die landesweiten Aufgaben rund um das Thema Sicherheit im ÖPNV an das Kompetenzcenter Sicherheit (KCS).

Seit dieser Zeit übernimmt das KCS als Schnittstelle die Koordination und Moderation zwischen den Behörden im Land und den NRW-Verkehrsunternehmen. Es initiiert und begleitet verschiedene Projekte, die der Sicherheit der Fahrgäste im ÖPNV dienen. Daneben beauftragt das KCS wissenschaftliche Untersuchungen, mit denen die Wirkung von sicherheitsrelevanten Maßnahmen nachgewiesen wird. Die Ergebnisse sollen als Grundlage und Entscheidungshilfe für die Branche bei Planung, Beschluss und Umsetzung dieser Maßnahmen dienen.

Ausführlichere Informationen über das KompetenzCenter Sicherheit finden Sie auf den Internetseiten des KCS: www.kcsicherheit.de

ZeRP:

Aus der wichtigen Aufgabe, den Fahrgästen einen möglichst guten und damit auch sicheren Nahverkehr im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr anzubieten, entstand im Herbst 1998 die Zentralstelle für Regionales Sicherheitsmanagement und Prävention (ZeRP). Die Kooperation war und ist bis heute eine Zusammensetzung verschiedener Partner als Kooperationsbündnis regionaler und lokaler Behörden und Unternehmen.

Bei regelmäßigen Treffen steht die Erarbeitung neuer Lösungen zur Verbesserung der Sauberkeit und Sicherheit im ÖPNV im Fokus. Die ZeRP:-Aktivitäten haben bei verschiedenen Projekten bereits zu zahlreichen sichtbaren Erfolgen geführt – so sind zum Beispiel durch die Maßnahmen „Jugendliche Busbegleiter“ und „Busschulen für Kinder und Senioren“ die Sauberkeit und Sicherheit deutlich gestiegen.