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20. März 2019

VRR im Wandel: Vom Unternehmens- zum Mobilitätsverbund

Nichts ist beständiger als der Wandel! In den 1980er-Jahren revolutionierte der Walkman die Art und Weise, wie und wo wir Musik hören und wurde zum Kultobjekt einer ganzen Generation. Heute streamen wir unsere Lieblingsmusik via Smartphone oder Netzwerk-Lautsprecher und lassen Schallplatten und CDs in den Regalen verstauben. Solche Veränderungen vollziehen sich in allen Lebensbereichen, auch im Bereich der Mobilität. Kontinuierlich. Mal schneller, mal langsamer. Seit fast 40 Jahren stellen wir uns immer wieder neu auf den Wandel ein und gestalten einen Öffentlichen Personennahverkehr, der den Anforderungen seiner Zeit gerecht wird.

1970: Autofreie Sonntage und Ölpreiskrise

In den 1970er Jahren stand die Mobilität in Deutschland unter dem Eindruck der Ölpreiskrise. Die Politik verhängte an einigen Sonntagen Fahrverbote für Autos und begrenzte die Geschwindigkeit für Pkw und Lkw auf deutschen Straßen. Hierdurch sollte nicht nur Öl eingespart werden. Vielmehr ging es darum, den Menschen klar zu machen, wie ernst die Lage war. Denn durch die Massenmotorisierung in den vorangegangenen Jahrzehnten verfügten zahlreiche Haushalte über ein eigenes Auto und waren somit abhängig von fossilen Brennstoffen. Ganz zu schweigen von den gravierenden gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen, die die Ölpreiskrise nach sich zog.

Zum Durchklicken: Der VRR im Wandel der Zeit

1980: Einheitlicher Tarif statt mehr als 20 Unternehmenstarife

Eine Antwort auf dieses verkehrlich und wirtschaftlich sehr bewegte Jahrzehnt war 1980 die Gründung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr. Denn allen Verkehrsakteuren war klar, dass die individuelle Mobilität in einem Ballungs- und Industrieraum wie dem Ruhrgebiet früher oder später an ihre Grenzen stoßen würde. Ziel der kommunalen Verkehrsunternehmen in der Region war es, die Kooperation untereinander zu verbessern und den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken. Zum Start des Unternehmensverbundes wurden deshalb die mehr als 20 Unternehmenstarife zu einem einheitlichen Flächentarif für das gesamte Verbundgebiet zusammengeführt – eine Veränderung, die es den Menschen deutlich leichter machte, Bus und Bahn in der Region zu nutzen. Binnen kürzester Zeit gewöhnten sich die Menschen daran, dass sie mit ein und demselben Ticket alle Verkehrsmittel zu einheitlichen Preisen im gesamten Verbundgebiet nutzen konnten. Und sie honorierten diesen Verbundgedanken, indem sie immer häufiger ihr Auto stehen ließen und die Busse und Bahnen des öffentlichen Personennahverkehrs nutzten. Im erstem Verbundjahr betrug der Fahrgastzuwachs 7,5 Prozent, stolze 65 Millionen Nahverkehrskunden stiegen ein.

Heute: Nahverkehr modern und zukunftsfähig gestalten

Fast 40 Jahre gestalten und verbessern wir inzwischen die öffentliche Mobilität an Rhein, Ruhr und Wupper. In dieser Zeit ist viel passiert. Heute ist der VRR ein Mobilitätsverbund, der sich den großen Herausforderungen im Verkehrssektor stellt. Ein leistungsstarker und attraktiver Nahverkehr muss den komplexen Anforderungen unserer heutigen Zeit gerecht werden. Er muss dem steigenden Mobilitätsbedarf der Menschen genügen, dem Klima- und Umweltschutz dienen und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort stärken. Deshalb begreifen wir Verkehr als Gesamtkonstrukt und stellen uns den vielfältigen Herausforderungen einer notwendigen Verkehrswende. Wir engagieren uns für einen modernen und zukunftsfähigen Nahverkehr, der möglichst simpel strukturiert ist, ein verständliches Tarifsystem bietet und die Chancen der Digitalisierung nutzt. Einen Nahverkehr, der auf nachhaltige Energieträger setzt und die unterschiedlichen Mobilitätsangebote sinnvoll kombiniert. Denn wir möchten, dass Sie zufrieden sind und Bus & Bahn gern nutzen.

Machen Sie sich selbst ein Bild vom ÖPNV in der Region und informieren Sie sich hier über die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeitsbereiche des VRR.

Wibke Hinz

Von Wibke Hinz
PR-Redakteurin


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