02. Juni 2020

nextTicket 2.0 geht in nächste Erprobungsphase

Ab dem 15. Juni 2020 können Nahverkehrskunden im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erneut eine neue Ticket-Generation über ihr Smartphone nutzen. In der aktuellen Situation, in der es im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) noch Corona-bedingte Einschränkungen gibt, bekommt die Digitalisierung einmal mehr einen großen Stellenwert. Mobiles Ticketing mit nextTicket 2.0 ermöglicht unseren Fahrgästen an Rhein und Ruhr die kontaktlose Zahlung ihrer Tickets. Der elektronische Tarif erleichtert Ihnen künftig den Zugang zum ÖPNV.

nextTicket 2.0

Mit Start des Markttests ist der eTarif im gesamten Verbundgebiet gültig. Das nextTicket-Hintergrundsystem erfasst die Fahrten bzw. Fahrtenketten auf Basis der zurückgelegten Luftlinienkilometer und rechnet diese automatisiert mit dem Kunden ab. Der eTarif setzt sich künftig zusammen aus einem Festpreis in Höhe von 1,40 Euro sowie einem Leistungspreis von 0,26 Euro pro angefangenem Luftlinienkilometer. Preisstufen spielen dann keine Rolle mehr. Die Orientierung an Luftlinienkilometern ist nicht nur einfach, sondern aus Sicht des VRR auch die fairste Methode einen Fahrpreis zu berechnen. Sie zahlen immer nur die Leistungen, die Sie tatsächlich auch in Anspruch nehmen.

Mit nextTicket 2.0 müssen Sie nicht mehr überlegen, welches Ticket das richtige für Sie ist. Sie können spontan ein- und aussteigen, wo immer Sie wollen. Bevor Fahrgäste in Bus oder Bahn einsteigen, checken sie über die nextTicket-App ein. Wenn das Ziel erreicht ist, checken sie wieder aus. Die Fahrten werden automatisiert erfasst und anschließend direkt berechnet.

Bestpreisabrechnung

Der VRR hat in seinem Der VRR plant in seinen Luftlinienkilometertarif eine Preisbegrenzung einzubauen. Damit wird sichergestellt werden, dass keiner preislich benachteiligt wird. Vorgesehen ist ein Bestpreis, bei dem pro Fahrt nie mehr bezahlt werden muss, als für ein EinzelTicket der jeweiligen Preisstufe im aktuellen Tarif.

Zudem gewährt ein Stufen-Rabatt innerhalb eines 30-Tage-Zeitraumes einen Rabatt von 10 Prozent für die 5. bis 19. Fahrt und 50 Prozent ab der 20. Fahrt. Ebenso gilt für die Nutzung pro 24-Stunden die Beschränkung auf den Maximalpreis von 30,40 Euro. Dies entspricht dem Preis eines 24-Stundentickets der Preisstufe D. Und auch für die Nutzung über einen Zeitraum von 30 Tagen, wird der Preis auf die maximalen Kosten eines Ticket1000 der Preisstufe D (193,90) Euro begrenzt.

Die Mitnahme von Kindern ist zu einem Pauschalpreis von 1,40 Euro pro Kind möglich. Dabei ist die Anzahl der mitgenommenen Kinder nicht beschränkt. Zusatzleistungen wie Fahrradmitnahme oder die Nutzung der ersten Wagenklasse des VRR-ZusatzTickets kosten jeweils pauschal 3,60 Euro pro Fahrt.

Preisbeispiel

Durch die Berechnung des Fahrpreises aus dem Festpreis und dem Preis für die zurückgelegten Luftlinienkilometer ergeben sich künftig andere Fahrpreise, als im klassischen VRR-Tarif. So zahlen Fahrgäste mit nextTicket 2.0 beispielsweise für eine innerstädtische, drei Kilometer lange Verbindung mit 2,18 Euro gegenüber 2,90 Euro im klassischen Tarif der Preisstufe A3 künftig weniger.  Eine einzelne Fahrt von sechs Kilometer Luftlinie innerhalb einer Stadt mit der Preisstufe A3 kostet 2,96 Euro. Hier wirkt allerdings der Preisdeckel, sodass stattdessen nur 2,90 Euro für diese Fahrt berechnet werden.

Teilnahme

Der Praxistest ist zunächst für ein Jahr angelegt, mit der Option auf Verlängerung. Während der nextTicket 2.0-Laufzeit ist die maximale Nutzeranzahl zunächst auf 15.000 Kunden beschränkt. Sie können die nextTicket-App des VRR kostenlos im App-Store von Apple und im Google-Play-Store herunterladen. Zum Starten der App benötigen Sie Ihren Benutzernamen und das Passwort, das Sie bei der Registrierung angegeben haben. Um die App tatsächlich nutzen zu können ist es wichtig, bei der Registrierung die Zahlungsdaten zu hinterlegen.

Unter www.nextTicket.de finden interessierte Nahverkehrskunden detaillierte Informationen und die Möglichkeit, sich als Teilnehmer zu registrieren.

Dino Niemann

Von Dino Niemann
Stellv. Pressesprecher


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