Die neue S-Bahn Rhein-Ruhr

Die S-Bahn Rhein-Ruhr ist mit ihrer hohen Dichte an Haltepunkten ein zentrales Element des Schienenpersonennahverkehrs im Verbundraum. Unsere Fahrgäste nutzen die S-Bahn für ihre täglichen Wege und stellen hohe Anforderungen an eine moderne und leistungsstarke öffentliche Mobilität. Ab Dezember 2019 startet die S-Bahn Rhein-Ruhr in die Zukunft: mit einem bedarfsgerechten 15/30-Minuten-Takt, modernen Fahrzeugen mit höheren Sitzplatzkapazitäten und erfahrenen Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Neues Betriebskonzept mit 15/30-Minuten-Takt

Wir stellen auf mehreren S-Bahn-Linien den heutigen 20-Minuten-Takt auf einen stärker nachfrageorientierten 15/30-Minuten-Takt um und stimmen das neue S-Bahn-System besser auf das übrige SPNV-Angebot mit Regionalexpress, Regionalbahn und RRX ab. In der Hauptverkehrszeit fahren viele S-Bahnen im 15-Minuten-Takt. In der Nebenverkehrszeit oder in Streckenabschnitten mit geringerer Fahrgastnachfrage ist ein 30-Minuten-Takt vorgesehen, teilweise überlagert durch neue Regionalexpress-Angebote. Somit verkürzen wir auf einigen Linien die Reisezeiten, schaffen neue Direktverbindungen und stärken die Nord-Süd-Verkehre. Insgesamt legen die Züge im VRR hierdurch in jedem Jahr über eine Million zusätzliche Kilometer zurück. Dank dieses neuen Betriebskonzeptes profitieren Sie von deutlich besseren Leistungen und einer größeren Kapazität auf zahlreichen Strecken.

Bilder der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr

Die gesamte Fahrzeugflotte ist in einem modernen grün-weißen Design im Netz unterwegs. Die Außenhülle zieren Symbole von wichtigen Landmarken, Gebäuden oder Wahrzeichen aus der Region. Denn wir wollen, dass Sie sich in unseren Fahrzeugen heimisch fühlen.

 

Unser Ziel: Eine einheitliche Bahnsteighöhe

Das Betriebskonzept im SPNV sieht bereits heute und künftig noch häufiger vor, dass S-Bahnen gemeinsam mit Regionalexpress und Regionalbahn an gleichen Bahnsteigen halten. Deshalb lässt sich das seit den 1960er Jahren angelegte System mit einem 96-Zentimeter-Einstieg in S-Bahn-Fahrzeuge nicht durchgängig realisieren. Zudem sehen die Anforderungen des Güterverkehrs auf weiteren Strecken zwingend niedrigere Bahnsteige vor. Um Ihnen einen niveaugleichen Einstieg in alle Nahverkehrszüge zu ermöglichen, ist eine einheitliche Bahnsteighöhe unerlässlich. Die Fahrzeugindustrie bietet inzwischen geeignete Fahrzeuge mit einem 76 Zentimeter hohen Einstieg an, die im S-Bahn-Verkehr eines Ballungsraums eingesetzt werden können. Das Land NRW und die SPNV-Aufgabenträger haben sich darauf geeinigt, sämtliche Bahnsteige sukzessive auf genau diese Bahnsteighöhe anzupassen. Basis der Planungen ist das sogenannte Bahnsteignutzlängen und -höhenkonzept NRW. Bei der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr berücksichtigen wir diesen Ansatz – wohlwissend, dass bis zum vollständigen Umbau aller Bahnsteige noch einige Jahre vergehen werden. Wir haben die S-Bahnen aber so ausgerüstet, dass auch in der Zwischenzeit ein reibungsloser Wechsel zwischen Bahnsteig und Fahrzeug möglich ist.

41 neue S-Bahnen von der Stadler Pankow GmbH

Auf den Linien S 2, S 3, S 9, S 28, RB 32, RB 40 und RE 49 fahren zukünftig 41 moderne Fahrzeuge vom Typ Flirt3XL der Stadler Pankow GmbH – allesamt optimiert für 76 Zentimeter hohe Bahnsteige. Die neuen, grünen-weißen S-Bahnen bieten deutlich mehr Raum als die heutigen Züge: breitere Eingangsbereiche und hinter den Türen ausreichend Platz, damit Sie zügig und bequem ein- und aussteigen können. Außerdem sind die Fahrzeuge symmetrisch gestaltet, um Ihnen die Orientierung zu erleichtern: Die unterschiedlichen Bereiche befinden sich immer an der gleichen Stelle: die Rollstuhlstellplätze in der Mitte, Stellplätze für Fahrradfahrer jeweils an der ersten und letzten Tür des Zuges. Über moderne visuelle und aktustische Fahrgastinformationssysteme können Sie sich in Echtzeit rund um Ihre Fahrt informieren: beispielsweise über die nächsten Haltepunkte, den Start- und Zielbahnhof, Anschlüsse oder eventuelle Störungen im Betrieb. Die Innenräume sind transparent, übersichtlich und mit einem modernen Videoüberwachungssystem ausgestattet. Die Züge verfügen über bequeme Sitze – überwiegend in 4er-Sitzgruppen vis-à-vis angeordnet –, Steckdosen und Toiletten. Damit Sie über Ihr Smartphone, Ihr Tablet oder Ihren Laptop problemlos auf das Internet und digitale Services zurückgreifen können, sind die Züge mit einem freien WLAN ausgerüstet. Die Abellio Rail NRW GmbH übernimmt ab Dezember 2019 den Betrieb der Linien S 2, S 3, S 9, RB 32, RB 40 und RE 49. Die Linie S 28 wird weiterhin von der Regiobahn Fahrbetriebs GmbH betrieben.

48 bewährte S-Bahn-Züge von der DB Regio AG

Auf den Linien S 1 und S 4 kommen ab Dezember 2019 weiterhin Züge vom Typ ET 422 zum Einsatz. Die 48 Fahrzeuge der DB Regio AG verkehren derzeit schon im S-Bahn-Netz und bewähren sich seit vielen Jahren im täglichen Betrieb. Sie haben eine Einstiegshöhe von 96 Zentimetern – sind also bestens geeignet für die heutigen baulichen Gegebenheiten an vielen Stationen entlang der S 1- und S 4-Strecken. Wir möchten natürlich, dass Sie sich in unseren bewährten S-Bahnen genauso wohl fühlen wie in den neuen Fahrzeugen. Deshalb unterziehen wir alle Züge einem Re-Design und verbessern die Ausstattung: Die Außenhülle der Fahrzeuge wird beispielsweise im unternehmensneutralen Grün-Weiß der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr gestaltet. Außerdem erhalten die Züge ein WLAN-Netz, neue Sitzpolster und moderne Fahrgastinformationsanlagen, damit Sie jederzeit bestens informiert sind. Abgesehen davon entsprechen die ET 422 immer noch dem Stand der Technik und sind damit bestens für den weiteren Einsatz im S-Bahn-Netz geeignet. Den Betrieb der Linien S 1 und S 4 übernimmt die Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, besser bekannt unter dem Markennamen „Eurobahn“.

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