18. Dezember 2018

Bahnhofsausbau und Barrierefreiheit – Verkehrsminister Wüst und Vertreter der Zweckverbände übergeben Zuwendungsbescheide

Düsseldorf / Gelsenkirchen, 18.12.2018Das Ministerium für Verkehr teilt mit:Verkehrsminister Hendrik Wüst und Vertreter der drei SPNV-Zweckverbände übergaben heute im Verkehrsministerium Förderbe-scheide für die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs in Nordrhein-Westfalen. Für sieben Maßnahmen zum Ausbau von Bahnstationen für den neuen RRX bekam die Deutsche Bahn heute Zuwendungsbeschei-de in Höhe von 22,5 Millionen Euro. Für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in den Zweckverbänden VRR, NWL und NVR gab es sechs weitere Förderbescheide über insgesamt 4,1 Millionen Euro.

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Der barrierefreie Ausbau erleichtert Menschen mit Behinderungen den ÖPNV zu nutzen und mobil zu blei-ben. Barrierefreiheit senkt die Hemmschwelle zur Nutzung von Bus und Bahn und macht den ÖPNV kundenfreundlicher.“

Förderbescheide für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen gin-gen nach Mülheim an der Ruhr, Recklinghausen, Erndtebrück, Werther (Westf.), Enger und Bornheim. Zuständige Bewilligungsbehörden sind die Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR), Nahverkehr Westfa-len Lippe (NWL) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), die die Lan-desmittel zur Förderung der Vorhaben an die Kommunen auszahlen.

Förderbescheide gab es auch für die Bahnhöfe Dortmund-Kurl, Minden, Geilenkirchen-Lindern, Geilenkirchen, Herzogenrath und Wuppertal-Vohwinkel, die so ausgebaut werden, dass dort künftig RRX-Züge hal-ten können. Zuwendungsempfängerin ist hier die DB Station & Service AG.

Anlagen: Übersicht der Fördermaßnahmen

Fotos von der Bescheidübergabe auf  www.vm.nrw.de

Statements:

Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Nordrhein-Westfalen
„Die Deutsche Bahn arbeitet weiter unter Hochdruck und mit höchstem Engagement an der Umsetzung der Maßnahmen, um unseren Kunden mehr Komfort zu bieten. Die ersten Stationen haben wir bereits umge-baut – die neuen Züge konnten pünktlich zum Fahrplanwechsel an den modernisierten Stationen halten. Damit stellen wir die Weichen für inte-grierte und zukunftsorientierte Mobilität in Nordrhein-Westfalen.“

Ronald R. F. Lünser , Vorstandssprecher des VRR (ab 01.01.2019)
„Durch die Maßnahmen passen wir die Bahnhöfe an die Anforderungen der modernen RRX-Fahrzeuge an. Die einheitliche Bahnsteiglänge und -höhe sichert einen schnellen Fahrgastwechsel, betriebliche Flexibilität sowie einen barrierefreien Zugang. Attraktivere Stationen schaffen bes-sere Aufenthaltsqualität.“

Joachim Künzel, Geschäftsführer Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
„Die Umsetzung der Bahnsteigausbauprogramme ist für die DB und für uns eine große Herausforderung. Wir bedanken uns beim Land für die Förderung der Projekte. Gemeinsam mit der DB Station und Service schaffen wir den Umbau der Verkehrsstationen. Bereits jetzt gibt es im Vorlaufbetrieb des RRX auf der Linie des RE11 zwischen Düsseldorf und Paderborn einen Vorgeschmack, wie komfortabel Pendeln mit der Bahn sein kann. Mit dem Umbau der Bushaltestellen in Erndtebrück, Werther und Enger kommen wir ein gutes Stück voran im barrierefreien ÖPNV.“

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer NVR
„Wir sind froh, dass für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen in Bornheim in der ersten Baustufe mit fünf Haltestellen rund 120.000 Euro bereitstehen. Das ist gut investiertes Geld: In Zeiten, in denen der ÖPNV immer wichtiger wird, ist es unerlässlich, die Attraktivität des Nahverkehrs zu steigern. Attraktivität ist auch das richtige Stichwort für die Maßnahmen an den vier Bahnhöfen der RRX-Außenäste. Dort wer-den rund 16 Millionen Euro in die Ausstattung der Haltepunkte und in die Verlängerung der Bahnsteige investiert, sodass die leistungsfähigen und komfortablen Desiro-HC-Fahrzeuge des RRX dort halten können. Hinzu kommen Wetterschutzhäuser, moderne Beleuchtung, ein neues Wegeleitsystem sowie taktile Elemente für mehr Komfort und Barrierefreiheit.“

Hintergrund
Seit der jüngsten Änderung des ÖPNV-Gesetzes NRW ist auch die bar-rierefreie Umgestaltung von Stadtbahn-, Straßenbahn- und Bushalte-stellen ein Fördertatbestand im besonderen Landesinteresse. Haltestel-len sollen in Zukunft von allen Personengruppen „ohne fremde Hilfe er-reichbar, begreifbar und bedienbar“ sein.

Bei den Bahnhöfen steht die Herstellung der Anfahrbarkeit durch die neuen RRX Züge und die Barrierefreiheit der betroffenen Bahnsteige im Vordergrund. In erster Linie bedeutet dies eine Aufhöhung der Bahn-steige auf 76 Zentimeter sowie die Verlängerung auf 215 Meter Nutz-länge. Im Rahmen des Ausbaus werden ebenfalls Bahnsteigdächer in Stand gesetzt, die Bahnsteigausstattung angepasst, die Beleuchtung, Beschallung und Fahrgastinformation erweitert. Barrieren werden ab- und Aufzüge eingebaut sowie Blindenleitsysteme installiert.

Für die Anpassung der Bahnsteige an insgesamt 53 Stationen auf den RRX-Außenästen hatten Land, DB und die drei Aufgabenträger, für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Juni 2017 eine Vereinbarung mit Gesamtkosten von mehr als 200 Millionen Euro unterzeichnet. Fi-nanziert werden die Maßnahmen vom Land Nordrhein-Westfalen, den drei SPNV-Aufgabenträgern NVR, VRR und NWL und der DB Station&Service AG.

Weitere Infos auf www.rrx.de

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