02. September 2019

Dein Bus auf Bestellung – Erzähl uns deine Meinung!

Stell dir vor, dein Bus fährt genau wie du es möchtest. Und auch wohin du es möchtest! Klingt wie Zukunftsmusik? Ist es aber nicht, sondern längst gelebte Praxis. In vielen Regionen Deutschlands sind sogenannte „On-Demand-Busverkehre“ bereits im Einsatz. „On-Demand“, das heißt „auf Bestellung“ oder „auf Abruf“ und macht deutlich, dass du als Fahrgast bestimmst, wann und wohin du fahren möchtest. Solche „Bedarfsverkehre“ sind eine sinnvolle Ergänzung zum regulären ÖPNV – und zwar genau dann und dort, wo sich klassische Nahverkehrslinien nicht lohnen oder wo das Angebot verdichtet oder ersetzt werden soll.

Erste Verlinkung

Auf den Seiten https://www.einsteigenundmitreden.de/dialoge/mein-bus-auf-bestellung möchten wir mit dir genau hierzu ins Gespräch kommen. Auf dieser Seite findest du ein paar grundlegende Informationen, worum es in unserem Online-Dialog geht.

 

Dein Bus fährt so, wie du es dir wünschst

Ein On-Demand-Verkehr ist eine Art Shuttleservice für mehrere Personen. Der Fahrgast äußert seinen Fahrtwunsch via Smartphone-App, gibt seinen Standort an und bucht die Fahrt. Das Shuttlefahrzeug – in der Regel ein Kleinbus – holt ihn ab und bringt ihn unabhängig von Haltestellen und Fahrplänen flexibel zu seinem Wunschziel. Während der Fahrt können weitere Kunden mit ähnlichem Streckenwunsch nach gleichem Prozedere zusteigen. Oftmals werden solche Sammelverkehre auch als „Ridepooling“ bezeichnet. Die On-Demand-Angebote von kommunalen Verkehrsunternehmen berücksichtigen öffentliche Verkehrsinteressen und werden im Rahmen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) angeboten. Dadurch unterscheiden Sie sich von kommerziellen Plattformanbietern wie beispielsweise Uber.

Bekanntes Modell im modernen Gewand

Solche flexiblen Angebote sind im kommunalen ÖPNV generell nicht neu. AnrufSammelTaxis (AST) oder Taxibusse gibt es bereits seit vielen Jahren insbesondere in ländlichen Regionen oder städtischen Vororten. Im Unterschied zu den neuen On-Demand-Angeboten werden solche Verkehre allerdings nicht via App, sondern nach telefonischer Voranmeldung durchgeführt. Und die AST oder Taxibusse bündeln Fahrten auch nicht zu einer weitgehend deckungsgleichen Wegstrecke. Die Kosten für die Fahrt mit einem On-Demand-Bus basieren im VRR auf einen eigens hierfür entwickelten Tarif, der einheitlich im ganzen Verbundraum bei allen kommunalen Verkehrsunternehmen gilt.

Damit du dir ein besseres Bild von den On-Demand-Bussen im Öffentlichen Personennahverkehr machen kannst, schau dir einfach unseren Film an:

Video

myBUS in Duisburg: DVG als Pionier im Verbundraum

Mit myBUS bietet die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) ihren Kunden bereits seit September 2017 einen Mobilitätsservice, den Fahrgäste via Smartphone-App bestellen können. Das Ganze ist zunächst als dreijähriges Pilotprojekt angelegt. Die myBUS-Kleinbusse sind in den Wochenendnächten in zahlreichen Duisburger Stadtteilen im Einsatz. Auf Basis der Echtzeitnachfrage der Fahrgäste werden die Routen der myBUS-Kleinbusse automatisch berechnet. Um das Angebot zu nutzen, müssen sich die Kunden einmalig mit ihren persönlichen Daten im System registrieren und wählen die Zahlungsweise. Vorteil für all diejenigen, die regelmäßig mit Bus und Bahn unterwegs sind: Abonnenten eines Nahverkehrstickets profitieren von vergünstigten Konditionen. Unter https://www.dvg-duisburg.de/mybus/ informiert die DVG über ihr Angebot.

mein SWCAR in Krefeld

Einen vergleichbaren Service bietet die SWK STADTWERKE KREFELD AG seit 27. August 2019. Abends und nachts zwischen 20.00 und 4.00 Uhr sind Fahrgäste mit mein SWCAR zum Festpreis im gesamtem Krefelder Stadtgebiet unterwegs. Auch dieses On-demand-Angebot buchen Kunden über eine eigens entwickelte App direkt über ihr Smartphone. Die rein elektrisch betriebenen mein SWCAR-Fahrzeuge holen die Fahrgäste an einem der rund 20.000 virtuellen Haltepunkte in Krefeld ab und bringen sie zum gewünschten Zielort. Inhaber eines VRR-Abotickets profitieren wie in Duisburg von besonders günstigen Konditionen.
Die SWK informiert unter https://www.swk.de/meinswcar über ihr neues Angebot.

Welche Vorteile hat der „Bus auf Bestellung“?

Solche On-Demand-Verkehre sind aus unserer Sicht eine sehr gute Ergänzung zum regulären Öffentlichen Personennahverkehr. Du profitierst davon, dass der Bus so fährt, wann und wie du es möchtest. Er ist also im besten Sinne bedarfsgerecht und dient somit einer Verkehrswende, die die verschiedenen Angebote öffentlicher Mobilität in den Fokus nimmt. Die kommunalen Verkehrsunternehmen profitieren ebenfalls, denn On-Demand-Verkehre sind wie alle ÖPNV-Angebote Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und gleichzeitig betriebswirtschaftlich sinnvoll, wenn sich der Einsatz regulärer Linienbusse nicht lohnt.

 

Wie denkst du über den „Bus auf Bestellung“?

So flexibel On-Demand-Busse von A nach B fahren, so flexibel können solche Angebote auch ausgestaltet sein. Relevant sind dabei immer die Zu- und Umstände vor Ort in den Städten und Kreisen. Und der Bedarf und die Wünsche der Fahrgäste. Deshalb laden wir dich herzlich ein, dich vom 02.09.2019bis 20.09.2019 an unserem aktuellen Online-Dialog unter https://www.einsteigenundmitreden.de/dialoge/mein-bus-auf-bestellung/ zu beteiligen. Deine Meinung ist gefragt! Und deine Ideen, wie man On-Demand-Angebote zu einer lohnenden Mobilitätsoption machen kann. Konkret geht es um die folgenden vier Fragen, zu denen du uns deine Kommentare und Fragen schicken kannst:

Sag uns deine Meinung!


Wie möchtest du deinen Bus auf Bestellung buchen?

Würdest du den Bus eher per Smartphone-App oder auch telefonisch buchen wollen? Und wie möchtest du deine Fahrt bezahlen? Bar oder per Kreditkarte, möchtest du überweisen oder lieber doch dein PayPal-Konto nutzen? Gibt es weitere Dinge, die dir bei der Buchung wichtig wären?

Hier klicken und antworten.


Wie sollte die Fahrt im Bus auf Bestellung ablaufen?

Wie ist es für dich, wenn andere Fahrgäste zusteigen? Denn dann verlängert sich für dich ja die Fahrtzeit und du musst dir den Platz im Fahrzeug mit anderen teilen? Wie sollte ein Standort beschaffen sein, an dem du gut und sicher in den Bus zusteigen kannst? Kannst du dir vorstellen, den „Bus auf Bestellung“ mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zu kombinieren? Also beispielsweise mit einem regulären Linienbus, einer Stadt- oder U-Bahn?

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Wie soll dein Bus auf Bestellung ausgestattet sein?

Wie sollte der Bus aus deiner Sicht angetrieben werden? Mit Benzin, Diesel, mit Hybridtechnologie oder rein elektrisch? Wie groß sollte das Fahrzeug sein und über wie viele Sitze verfügen? Wie sollte das Fahrzeug ausgestattet sein, damit die Fahrt für dich angenehm und komfortabel ist? Hast du noch weitere Anmerkungen zur Ausstattung?

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Welche Ideen hast du noch für den Bus auf Bestellung?

Uns interessiert alles, was dir dazu einfällt – deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Denn oft sind es die kreativen oder innovativen Einfälle, die ein Vorhaben den entscheidenden Schritt nach vorne bringen.

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Wibke Hinz

Von Wibke Hinz
PR-Redakteurin


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