02. Februar 2026

Aktuelle ver.di-Warnstreiks im ÖPNV

Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag, den 2. Februar 2026, zu einem 24-stündigen Warnstreik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. In zahlreichen Städten, darunter im gesamten VRR-Gebiet, kommt es daher zu erheblichen Einschränkungen im Bus-, U-Bahn- und Straßenbahnverkehr. S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Streikmaßnahmen nicht betroffen.

Hintergründe

Worum geht es beim Streik?

Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Die Gespräche zwischen der Gewerkschaft ver.di und den kommunalen Arbeitgebern verlaufen bislang ohne Einigung. Mit den Warnstreiks will ver.di den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck verleihen.

Konkret fordert die Gewerkschaft bessere Arbeitsbedingungen für rund 100.000 Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr. Seit November verhandelt ver.di in allen 16 Bundesländern mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV). Im Mittelpunkt stehen unter anderem kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Position der Arbeitgeber

Die kommunalen Arbeitgeber verweisen auf die angespannte finanzielle Lage vieler Städte und Verkehrsunternehmen. Die geforderten Verbesserungen seien in der vorgeschlagenen Form nur schwer umsetzbar. Ein tragfähiges Angebot liegt bislang nicht vor. Die Warnstreiks spiegeln den derzeit festgefahrenen Stand der Verhandlungen wider.

Warum sind vor allem Busse und Straßenbahnen betroffen?

Bus- und Straßenbahnverkehre werden überwiegend von kommunalen Verkehrsunternehmen betrieben und fallen damit direkt unter den aktuellen Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst. S-Bahnen und Regionalzüge, wie S 2 oder RE 1, gehören meist zu anderen Tarifstrukturen und sind deshalb nicht Teil der Streikmaßnahmen.

Gut informiert unterwegs

Wir empfehlen allen Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt bei den jeweils zuständigen Verkehrsunternehmen über mögliche Einschränkungen und alternative Verbindungen zu informieren. So lassen sich Wege auch an Streiktagen besser planen.