VRR bewilligt den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, den Bau von weiteren Fahrradboxen und bargeldlose Bezahlsysteme
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat gleich mehrere Bewilligungsbescheide zur Förderung von Infrastrukturprojekten nach §12 ÖPNVG NRW im Verbundraum ausgestellt. Es handelt sich dabei um Maßnahmen mit einem Fördervolumen von rund 3,6 Millionen Euro. Insbesondere wird der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen sowie die Errichtung von Bike+Ride-Anlagen des Systems DeinRadschloss gefördert. Hier die Projekte im Einzelnen:
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1. Bau von zehn Fahrgastunterständen an Bushaltestellen in Bochum
Die BOGESTRA erhält für den Haltestellenausbau im Stadtgebiet einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 134.000 Euro vom VRR. Die Fahrgastunterstände bestehen aus einer Ganzglaskonstruktion, die Stromversorgung für die Beleuchtung erfolgt über Solarpanels. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 149.800 Euro.
2. Barrierefreier Umbau der Haltestelle Poststraße und sechs DeinRadschloss-Boxen am ZOB Haßlinghausen in Sprockhövel
Mit 85.100 Euro fördert der VRR diese Maßnahme der Stadt Sprockhövel, welche Gesamtkosten in Höhe von 95.000 Euro ausweist. Durch den Einbau von Buskapsteinen wird der barrierefreie Einstieg ermöglicht und durch die Verlegung von taktilen Platten wird seheingeschränkten Personen die Nutzung des ÖPNV erleichtert. Die Einrichtung barrierefreier Haltestellen in Sprockhövel ist Teil eines Programms, mit dem alle wichtigen Haltestellen in der Baulast der Stadt kontinuierlich ausgebaut werden. Des weiteren werden am ZOB Haßlinghausen sechs DeinRadschloss-Boxen aufgestellt.
3. Bau von 40 Fahrradboxen an SPNV-Haltepunkten in Remscheid
Die Stadt Remscheid baut 40 Fahrradboxen an den SPNV-Haltepunkten Remscheid Hbf, Güldenwerth Bf, Lennep Bf und Lüttringhausen Bf. Wie bereits bei den Fahrradboxen am Bahnhof in Lennep werden die neuen Fahrradboxen mit dem elektronischen Schließsystem und einer Anbindung an das Hintergrund- und Endkundensystem der Marke "DeinRadschloss" ausgestattet werden. Der digitale Zugang zu den Stellplätzen erfolgt dabei über die zentrale Plattform www.dein-radschloss.de. Die Zuwendungen belaufen sich auf 156.000 Euro und die Gesamtausgaben auf 288.500 Euro.
4. Erneuerung der Unterwerke "Schlagbaum" und "Bismarckstraße" in Solingen
Die Stadtwerke Solingen erneueren die Unterwerke "Schlagbaum" und "Bismarckstraße" in Solingen. Die UW werden die Buslinien 681, 682, 683, 684 und 695 mit Energie versorgen. Im Zuge der Erneuerung werden die alten Elektroanlagen demontiert, die vorhandenen angepasst und neue Elektroanlagen (Schaltanlagen, Gleichrichter, Trafos) eingebaut. Bei einem Fördersatz von 40 Prozent werden Zuwendungen in Höhe von 429.000 Euro bewilligt. Die Gesamtausgaben haben eine Höhe von 1.072.426 Euro.
5. Barrierefreier Ausbau der Haltestelle (Bus/Stadtbahn) Jacobistraße in Düsseldorf
Die Stadt Düsseldorf baut die oberirdische kombinierte Bus- und Straßenbahn-haltestelle Jacobistraße barrierefrei aus und erhält dafür Zuwendungen in Höhe von 2.625.700 Euro. Die Haltestelle wird von der Straßenbahnlinie 707 im 10 Minuten-Takt in beiden Fahrtrichtungen bedient. Zudem verkehren mehre Buslinien an der Haltestelle. Zurzeit besteht die Haltestelle noch aus zwei sich versetzt gegenüberliegenden kombinierten nicht barrierefreien Bus-Bahn-Seitenbahnsteigen. Der Einstieg erfolgt bislang von der Fahrbahn aus. Zukünftig werden beide Haltestellenkanten in der Tonhallenstraße direkt gegenüber liegen. Der Einstieg sowohl in die Straßenbahnen als auch in die Busse wird dann stufenfrei von den Bahnsteigen erfolgen. Die Haltestellen werden barrierefrei mit taktilen Leitsystemen ausgestattet.
6. Integration bargeldloser Zahlungsmethoden in Fahrzeugen der Hagener Straßenbahn AG
Die Hagener Straßenbahn modernisiert das vorhanden Betriebsleitsystem (ITCS) und baut dieses weiter aus. Neben neuen Funktionen, um Störungsfälle besser betrieblich bewältigen zu können, wird zudem ein digitales Funksystem eingeführt. Hierzu wurden bereits im Dezember 2025 zwei Bewilligungen erteilt. Ergänzend kommen jetzt noch eine dritte Bewilligung in Höhe von 144.900 Euro für die Einführung von bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten in den Fahrzeugen hinzu. Zukünftig können dann in allen Bussen die Fahrkarten bargeldlose mit allen gängigen Bank- und Kreditkarten, per Handy oder Smartwatch bezahlt werden.
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