sensefull alternative text

Transkription des Sommerinterviews

Das gesamte Interview mit Oliver Wittke als Transkript

Sprecher 1 = Wibke Hinz

Spreche 2 = Oliver Wittke

00:00:11:12 - 00:00:38:18
Sprecher 1
Herzlich willkommen zum VRR-Sommerinterview. Mein Name ist Wibke Hinz aus der VRR-Unternehmenskommunikation. Wir freuen uns sehr, dass unser VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke bei uns ist und sich die Zeit nimmt, mit uns auf die ersten Monate zu schauen, die seit dem 1. Februar 2024 vergangen sind, seit er das Amt des Vorstandssprecher beim Verkehrsverbund Rhein Ruhr übernommen hat. Wir freuen uns sehr auf die Themen.

00:00:38:19 - 00:00:41:14
Sprecher 1
Herzlich willkommen und hallo Oliver Wittke.

00:00:41:16 - 00:00:42:22
Sprecher 2
Schönen guten Morgen!

00:00:42:24 - 00:01:03:07
Sprecher 1
Ich würde gerne einsteigen mit einer kurzen Rückschau auf das, was in den letzten Monaten war. Sie waren in der Bundespolitik aktiv, in der Landespolitik aktiv. Was war der Grund, warum Sie sich entschieden haben, zum VRR zu kommen und hier Ihren eigenen politischen Erfahrungsschatz einzubringen?

00:01:03:09 - 00:01:25:14
Sprecher 2
Na ja, es ist vor allem das Bestreben, wieder ins aktive Geschäft eingreifen zu können, nicht theoretisierend irgendwo über den Dingen zu stehen, sondern wie man im Ruhrgebiet sagt, vor Kohle tätig zu sein, öffentlichen Personennahverkehr zu organisieren für diese Region. Und für mich schließt sich da so was wie ein Lebenskreis. Denn ich habe mal als junger Kommunalpolitiker im Verkehrsausschuss der Stadt Gelsenkirchen angefangen.

00:01:25:16 - 00:01:55:15
Sprecher 2
Hat damals viel mit Bürgermeister und Festescher und bau und anderen Dingen zu tun gehabt und bin dann einige Jahre fremdgegangen in verschiedenen, auch anderen Branchen, auf anderen Politikfeldern. Und kehr jetzt zur Verkehrspolitik zurück. Da kann ich vielleicht daran anknüpfen, wo ich als Verkehrsminister aufgehört habe, wo ich auch als Staatssekretär im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn. Einige Erfahrungen gesammelt habe.

00:01:55:17 - 00:02:00:20
Sprecher 2
Also das ist für mich das Schließen eines Lebenskreises, und darum habe ich große Freude an der Aufgabe.

00:02:00:24 - 00:02:09:17
Sprecher 1
Wenn Sie jetzt zurückschauen auf das, was in den ersten Monaten gelaufen ist, wie haben Sie diese Zeit beim VRR erlebt?

00:02:09:19 - 00:02:29:18
Sprecher 2
Also ich sage mal mit den positiven Erfahrungen an Ich bin auf eine Mitarbeiterschaft getroffen und das wurde mir vorher auch schon angekündigt, die wirklich exzellent ist. Das sind Fachleute am Werk, die ihr Handwerk verstehen, die seit vielen, vielen Jahren Erfahrungen gesammelt haben und die, glaube ich, ihresgleichen. Man kann sagen nicht nur in Nordrhein Westfalen, sondern in der ganzen Republik suchen.

00:02:29:20 - 00:02:56:03
Sprecher 2
Und darum kommen mir diese viereinhalb Monate, die ich jetzt dabei bin, vor wie im Fluge vergangen. Das war wirklich eine tolle Erfahrung, so aufgenommen zu werden. Und ich glaube, dass wir gemeinsam noch ganz, ganz viel bewegen können. Der zweite Punkt ist Ich kannte den VRR aus meiner Zeit als Verkehrsminister, also aus meiner Zeit als Oberbürgermeister. Aber der VRR hat sich natürlich weiterentwickelt, kräftig weiterentwickelt.

00:02:56:04 - 00:03:20:08
Sprecher 2
Er hat, wenn man so will, neue Geschäftsfelder entwickelt. Dass wir das zweitgrößte Eisenbahnunternehmen Deutschlands sind, nach der deutschen Bahn, war mir so nicht bekannt. Und dass ich dann plötzlich Betriebsleiter geworden bin von einem kleinen Eigenbetrieb mit einer Bilanzsumme von 1,2 Milliarden €, hat mir vorher auch niemand gesagt. Das ist eine Herausforderung, da muss man sich hineinfinden. Aber das werden wir im Team, glaube ich, gut bewerkstelligen.

00:03:20:10 - 00:03:25:02
Sprecher 2
Ja, und dann gab es zu Beginn einige Unebenheiten.

00:03:25:04 - 00:03:48:24
Sprecher 2
In der Politik, im Vorstand. Ich glaube, dass wir das gemeinsam gut gelöst haben. Und ich glaube, dass in diesen Monaten auch ein Vertrauen gewachsen ist zwischen denjenigen, die auf der Aufsichtsseite Verantwortung tragen, also in der Politik und denjenigen, die Verantwortung im Unternehmen tragen. Und das ist eine gute Grundlage dafür, dass wir die Herausforderungen der Zukunft gut stemmen können.

00:03:48:24 - 00:04:00:10
Sprecher 2
Und da gibt es viele. Das können wir nur gemeinsam hin Politik und Mitarbeiterschaft. Aber ich glaube, das Fundament dafür ist in den vergangenen Monaten eher besser als schlechter geworden.

00:04:00:12 - 00:04:07:13
Sprecher 1
Was sind denn aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen sowohl für den VRR, aber eben auch für die Branche insgesamt?

00:04:07:15 - 00:04:31:10
Sprecher 2
Also es sind eigentlich drei Punkte, die miteinander zusammenhängen. Wir brauchen erstens mehr Fahrgäste, wenn wir die Verkehrswende zum Erfolg führen wollen. Das heißt, alles, was wir tun, müssen wir daran messen, wie wir mehr Menschen in Bus und Bahn bekommen. Das ist der einzige Maßstab, der für unsere Arbeit entscheidend ist. Alles andere ist Beiwerk. Und die Zahlen laufen positiv.

00:04:31:12 - 00:05:04:03
Sprecher 2
Wir können an die erfolgreichen Vor Korona Zeiten anknüpfen. Das müssen wir aber noch weiter ausbauen. Dafür brauchen wir zweitens in den Unternehmen ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben große Herausforderungen bei der Akquise von Busfahrern, von Straßenbahnfahrern, von fahrzeugführerinnen und führern. Das wird eine riesen Herausforderung werden. Da müssen sich die Unternehmen stellen. Da können wir vielleicht an der einen oder anderen Stelle helfen und assistieren und am Ende muss das Ganze auch noch bezahlt werden.

00:05:04:05 - 00:05:29:13
Sprecher 2
Das heißt, wir müssen eine finanzielle Sicherheit haben, sowohl für die Bestandsverkehre, aber vor allem auch für den Ausbau weiterer Verkehre. Denn eines ist völlig klar Wenn wir Klimaschutz betreiben wollen, ist die Energiewende alternativlos. Die Energiewende geht ohne Verkehrswende nicht. Und die Verkehrswende geht ohne ÖPNV nicht. Sondern das ist die Herausforderung der nächsten Jahre.

00:05:29:15 - 00:05:47:04
Sprecher 1
Lassen Sie uns vielleicht kurz noch mal zu dem Punkt Fachkräftemangel kommen. Die Herausforderungen sind tatsächlich groß. An welchen Punkten sehen Sie oder was sind die Knackpunkte und wo sehen Sie auch Chancen, dass sich das in den nächsten Jahren positiv entwickeln könnte?

00:05:47:06 - 00:06:15:21
Sprecher 2
Na, zuerst einmal müssen wir zeigen, dass die Berufsbilder, die wir anbieten können, sehr, sehr positiv und sehr, sehr attraktiv sind. Wir können sichere Arbeitsplätze bieten. Das heißt, niemand muss die Angst haben, dass es bei einer konjunkturellen Delle schwierig wird. Sie sind gut bezahlt. Wenn man nur ein Beispiel. Wenn eine Busfahrerin zwischen 1005 zwischen 3500 und 3.800 € im Monat verdient, dann ist das schon ein hohes Gehalt.

00:06:15:23 - 00:06:38:20
Sprecher 2
Allerdings Die Kehrseite der Medaille ist, dass man im Schichtdienst arbeitet, dass man auch mal sonn und feiertags arbeiten muss und dass man den unattraktiven Abendstunden auch ab und zu mal unterwegs sein muss. Das heißt, wir müssen auch da dafür sorgen, dass dieser Berufe attraktiver wird durch neue Arbeitszeitmodelle, durch mehr Flexibilität insbesondere. Ich glaube, das ist das A und O.

00:06:38:22 - 00:06:50:11
Sprecher 2
Wir müssen auch wieder Einsteigern in den Beruf die Möglichkeit geben, in Teilzeit zu arbeiten, wie das an vielen Stellen schon gemacht wird. Aber das ist, glaube ich, der Dreh und Angelpunkt.

00:06:50:13 - 00:06:56:14
Sprecher 1
Wie sehen Sie die Perspektive, aus dem Ausland Personal zu rekrutieren?

00:06:56:16 - 00:07:23:18
Sprecher 2
Also wir müssen beides tun. Wir müssen zum einen die Ressourcen aktivieren, die wir noch im eigenen Land haben. Ich will noch mal eine Zahl nennen Wir haben derzeit nur 20 % aller ukrainischen Flüchtlinge, die bei uns in Deutschland Arbeit aufgenommen haben, obwohl ihnen der Arbeitsmarkt offensteht. In Dänemark und in den Niederlanden sind es 60 %. Das hat mir noch niemand erklären können, warum die Quote in den beiden Nachbarländern doppelt so hoch drei Mal so hoch ist wie bei uns.

00:07:23:20 - 00:08:00:00
Sprecher 2
Das heißt, wir müssen mehr Anreize geben, Arbeit aufzunehmen. Und wir müssen vielleicht Anreize auch zurückfahren, keine Arbeit aufzunehmen. Damit mobilisieren wir das Potenzial, was wir im Land haben. Aber das wird nicht reichen. Denn die Demografie wird in den nächsten Jahren gnadenlos zuschlagen. Die geburtenstarken Jahrgänge werden aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Es werden weniger Nachwuchskräfte kommen. Und das, was wir derzeit auch an ungesteuerter Zuwanderung erleben, wird nicht ausreichen, um den Arbeitsmarkt zu befriedigen.

00:08:00:00 - 00:08:21:13
Sprecher 2
Denn wir befinden uns ja in einem Konkurrenzkampf. Wenn es nur darum ginge, den ÖPNV zu organisieren, würden wir das schon hinkriegen. Aber wir müssen auch die Pflege organisieren. Wir müssen das Handwerk organisieren. Wir müssen die Bildung organisieren, wir müssen die Industrie, das Gewerbe, den Einzelhandel organisieren. Und das werden wir mit den Menschen, die wir haben, nicht hinbekommen. Und darum brauchen wir qualifizierte Zuwanderung.

00:08:21:15 - 00:08:39:06
Sprecher 2
Und da gibt es gute Modelle. Es gibt viele Unternehmen gerade des öffentlichen Personennahverkehrs, die gute Erfahrungen gemacht haben mit der Akquise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insbesondere in Südeuropa, in Spanien, in Griechenland und anderswo. Das werden wir intensivieren müssen.

00:08:39:08 - 00:08:52:04
Sprecher 1
Das ist ein Unternehmensthema, wie Sie gerade ja schon vollkommen richtig gesagt haben. Aber welche Rolle könnte denn der VRR konkret einnehmen? Wo sehen Sie uns als Verbundin in diesem großen Bereich Rekrutierung?

00:08:52:06 - 00:09:22:12
Sprecher 2
Na, wir sind das Sprachrohr. Wir sind das Sprachrohr der Unternehmen. Denn ein einzelnes Unternehmen wird bei Landes oder Bundesregierung nicht gehört. Wenn wir aber sagen können, wir sprechen für 33 kommunale Verkehrsunternehmen, wir sprechen für den größten ÖPNV Raum in Deutschland und einen der größten in Europa, dann hat das Gewicht und ich glaube, dass wir diese Funktion des Sprachors gegenüber der Politik künftig noch stärker wahrnehmen müssen, als wir das in der Vergangenheit getan haben.

00:09:22:14 - 00:09:52:03
Sprecher 1
Lassen Sie uns vielleicht dann mal als nächstes zu diesem Punkt kommen. Sie hatten gerade gesagt, wir müssen Fahrgäste gewinnen für das System. Wir müssen den Nahverkehr attraktiv machen. Mit dem DeutschlandTicket haben wir ja einen sehr wegweisenden Schritt getan Tarifstrukturen zu vereinfachen und auch die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Wo sehen Sie beim DeutschlandTicket tariflich, insgesamt aber jetzt vielleicht mal explizit beim DeutschlandTicket das größte Potenzial?

00:09:52:05 - 00:10:20:17
Sprecher 2
Also zuerst einmal Das DeutschlandTicket ist gekommen, um zu bleiben. Und all diejenigen, die durch die Gegend laufen und das DeutschlandTicket immer wieder infrage stellen, sei gesagt Es ist die größte Errungenschaft im öffentlichen Personennahverkehr der letzten Jahrzehnte. Und es wäre töricht, dieses Instrument wieder aus der Hand zu geben. Denn das DeutschlandTicket ist einfach. Es ist komfortabel, es ist bezahlbar und es ist vor allem Tarifraum übergreifend gültig.

00:10:20:19 - 00:10:41:24
Sprecher 2
Und das ist so wertvoll, dass es nicht wieder hergeben werden. Und darum planen wir auch nicht für die nächsten zwei Jahre mit dem DeutschlandTicket, sondern wir planen auf Dauer mit dem DeutschlandTicket. In welcher Ausgestaltung, auf welche Art und Weise es am Ende daher kommt, das werden wir sehen. Aber auch die Menschen und die Unternehmen im Land können sich darauf verlassen.

00:10:41:24 - 00:11:07:14
Sprecher 2
Das DeutschlandTicket wird es auch in fünf, in zehn und in 20 und in 30 Jahren noch geben. Es ist die Korsettstange des öffentlichen Personennahverkehrs. Wenn jetzt die Frage kommt. Wo liegt die große Herausforderung beim DeutschlandTicket? Würde ich das Potenzial, dann sehe ich es insbesondere bei den arbeitenden Menschen. Denn wir haben große Erfolge beim VfR, im Bereich der Studierendenschaft und der Schülerschaft erreicht.

00:11:07:16 - 00:11:42:09
Sprecher 2
90 % aller Studierenden im Ruhrgebiet nutzen das DeutschlandTicket. 70 % aller Schülerinnen und Schüler nutzen das Deutschlandticket. Das sind bundesweit bundesweit extreme Höchstwerte, die es kaum in einer anderen Region gibt. Aber beim Jobticket hinken wir hinterher. Und darum ist es jetzt notwendig, mit den Tarifpartnern zu sprechen. Denn es ist die Aufgabe von Gewerkschaften und Unternehmen, nicht allein über die Höhe von Löhnen zu reden, nicht allein über die Länge von Arbeitszeiten zu reden, sondern auch darüber zu reden, wie denn die Beschäftigten an den Arbeitsplatz kommen.

00:11:42:11 - 00:12:13:15
Sprecher 2
Das ist zunehmend eine Herausforderung. Und da stehen wir Gewehr bei Fuß. Wir wollen die Verkehre ausbauen. Wir müssen auch in den Tagesrandstunden, also wenn früh morgens die Sirene dröhnt, schon unterwegs sein und können dann nicht erst um sieben oder um 8:00 unsere Verkehre so richtig starten, sondern müssen das viel eher machen. Und das muss bezahlt werden. Und darum ist meine große Bitte an die Tarifpartner diskutiert bei einer der nächsten Tarifrunden auch darüber, wie die Menschen an einen Arbeitsplatz kommen.

00:12:13:17 - 00:12:36:13
Sprecher 2
Das DeutschlandTicket ist ein günstiges, ein verlässliches Angebot. Und wenn wir in die Lage versetzt werden, mit mehr Einnahmen auch noch unseren Service und die Zeiten des öffentlichen Personennahverkehrs auszudehnen, dann glaube ich, ist das am Ende eine Win win win Situation für Arbeitnehmer, Ende für Unternehmen und am Ende auch für den ÖPNV. Insgesamt.

00:12:36:15 - 00:12:49:01
Sprecher 1
Stichwort Finanzierung. Vielleicht noch mal, weil Sie das als dritten Punkt angesprochen hatten. Wie müsste denn aus Ihrer Sicht eine dauerhafte Finanzierung des DeutschlandTickets geregelt sein?

00:12:49:03 - 00:13:18:00
Sprecher 2
Ja, es muss am Ende drei Säulen geben. Es gibt die Fahrgastentgelte, es gibt die staatlichen Zuschüsse. Denn wir dürfen nicht vergessen ÖPNV ist Klimaschutz, und Klimaschutz ist Aufgabe des Bundes. Das heißt, wenn die Bundesregierung ihre vertraglichen Verpflichtungen einhalten will, aus den Pariser Klimaschutzabkommen und aus anderen internationalen Verpflichtungen, dann heißt das auch, dass die Bundesregierung, dass der Bundestag dafür sorgen müssen, dass die Verkehrswende gelingt.

00:13:18:02 - 00:13:46:17
Sprecher 2
Und das funktioniert nur mit einem starken ÖPNV. Also wir brauchen neben den Fahrgastentgelten, neben den Einnahmen aus Bundes und aus Landesmitteln eine dritte Säule. Und die dritte Säule kann meines Erachtens nur die Wirtschaft sein. Wobei Wirtschaft nicht Unternehmen und Arbeitgeber alleine sind, sondern auch immer die Arbeitnehmenden sind. Das heißt, beide müssen ihren Beitrag dazu leisten, dass dieses System funktioniert.

00:13:46:19 - 00:13:59:12
Sprecher 1
Dieses ja doch sehr klare Bekenntnis zum DeutschlandTicket. Heißt das im Umkehrschluss, dass Verbundtarife im VRR, aber vielleicht auch deutschlandweit perspektivisch der Vergangenheit angehören werden?

00:13:59:14 - 00:14:28:12
Sprecher 2
Ja, natürlich. Man kann den Menschen doch nicht zumuten, sich ständig zu informieren, wenn sie von Leverkusen nach Düsseldorf fahren. Ob Sie nun im Verbund des Verkehrsverbundes Rhein Sieg oder im Verbund des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr unterwegs sind, das versteht ja kein Mensch. Das heißt, wir müssen Tarif grenzen überwinden. Und da ist das DeutschlandTicket, die Premiumlösung. Damit kann man deutschlandweit fahren und ich muss mir noch nicht mal Gedanken machen, wenn ich übers Wochenende mal nach Hamburg oder Berlin fahre.

00:14:28:14 - 00:14:42:04
Sprecher 2
Welche Preistufe? Welche Farbe oder welchen Tarif ich da wählen muss? Wenn ich das DeutschlandTicket in der Tasche habe, weiß ich, dass ich auch die U und die S Bahn und den Bus in solchen Destinationen benutzen darf.

00:14:42:06 - 00:15:09:17
Sprecher 1
Einige Fahrgäste sagen dann vielleicht auch Ich bin in meinem Alltag nicht oft genug unterwegs, dass ich das DeutschlandTicket für mich lohnt. Wir haben ja hier bei uns im VRR bzw in ganz NRW auch mit Eezy eine andere oder eine digitale Lösung. Über das Smartphone, die für Gelegenheitskunden sich eignet, ist das dann ein weiterer Baustein der Tariflandschaft bei uns im VRR?

00:15:09:19 - 00:15:38:06
Sprecher 2
Ja, das ist in der Tat der zweite Baustein. Wir haben das DeutschlandTicket in den unterschiedlichen Varianten für den Abonnenten, für den Dauer Kunden und für den Gelegenheitskunden ist der Eezytarif da, der ja nicht nur in Nordrhein Westfalen weit gilt, sondern der punktgenau Kilometer für Kilometer abrechnet und damit auch eine günstigere Alternative zu all den anderen Optionen, die es heute noch gibt, aber künftig nicht mehr geben wird.

00:15:38:08 - 00:16:01:12
Sprecher 2
In der Tat dann vorhanden. Und das Schöne ist, dass es einfach zu praktizieren ist. Beim Einstieg in das öffentliche Verkehrsmittel drücke ich den Startknopf. Beim Verlassen des Verkehrsmittels drücke ich den Stoppknopf und es wird mir angezeigt, wie viel ich zurückgelegt habe, wie viele Kilometer, was ich zu zahlen habe. Und niemand muss Angst haben, dass er mehr zahlt als bei alten Tarifen.

00:16:01:14 - 00:16:14:20
Sprecher 2
Denn es gibt eine Kappungsgrenze, die beim Tagesticket liegt, die beim DeutschlandTicket liegt und die andere Grenzen umfasst. Das heißt, es ist auch noch eine günstige Alternative zu allen anderen Verkehrsmitteln, die zur Auswahl stehen.

00:16:14:22 - 00:16:34:16
Sprecher 1
Sowohl das DeutschlandTicket als auch Eezy sind ja digital verfügbar. Beim Deutschlandticket haben wir es über Smartphone und als Chipkarte. Eezy ist komplett digital verfügbar über Smartphone. Heißt das im Umkehrschluss, dass wir uns vom Papierticket verabschieden werden oder wird es das aus Ihrer Sicht weiterhin geben?

00:16:34:18 - 00:17:02:00
Sprecher 2
Nein, Wir werden uns über kurz oder lang vom Papierticket verabschieden. Wir werden uns auch vom Bargeld verabschieden. Ganz selbstverständlich. Das wird nicht von heute auf morgen passieren. Wir wissen auch, dass das mit vielen Wehwehchen verbunden ist. Wir müssen Rücksicht darauf nehmen, dass wir ältere Fahrgäste haben, die nicht gewohnt sind, mit digitalen Angeboten umzugehen. Wir müssen schauen, dass wir andere Nutzergruppen nicht verprellen.

00:17:02:00 - 00:17:24:18
Sprecher 2
Wir wollen ja mehr Menschen in Bus und Bahn bekommen. Aber der Weg ist alternativlos. Am Ende wird die Zukunft in allen Lebensbereichen digital sein. Und mich erinnert das immer so ein ganz klein wenig an meine Großeltern. Als in den 70er Jahren die Telefone aufkamen, haben die mir gesagt wir brauchen keinen Telefonanschluss bei uns in der Wohnung, denn wir haben die Telefonzelle am Hallenbad.

00:17:24:18 - 00:17:49:01
Sprecher 2
Und wenn wir Telefon informieren wollen, dann gehen wir zum Hallenbad und schmeißen da 20 Pfennig rein und dann können wir telefonieren. Da schmunzeln wir heute drüber. Das hat auch seine Zeit gedauert, bis der Telefonanschluss in jedem Haushalt war. Und heute sind wir so weit, dass es die Festanschlüsse bald nicht mehr gibt, weil jeder mobil erreichbar ist. Das ist auch eine Form von Digitalisierung, die die Menschen ganz selbstverständlich mitgemacht haben.

00:17:49:03 - 00:18:03:05
Sprecher 2
Und wenn ich meine Mutter heute sehe, mit ihren 78 Jahren, wie die mit diesen neuen Medien umgeht, das ist fantastisch. Und darum ist mir nicht bange, dass wir, wenn wir die Übergangszeit Räume ordentlich gestalten, alle, alle mitnehmen können.

00:18:03:07 - 00:18:29:14
Sprecher 1
Es gibt ja Kritiker des DeutschlandTickets, die sagen, dass mit dem DeutschlandTicket der zweite Schritt vor dem ersten gemacht worden ist. Also die sagen, günstige Tarife oder attraktive Tarife nützen den Fahrgästen genau dann, wenn ich ein attraktives Angebot habe und gleichzeitig eine Infrastruktur, die das Angebot auch aufnehmen kann. Wie begegnen Sie dieser Kritik?

00:18:29:16 - 00:18:52:06
Sprecher 2
Na ja, es ist die Frage nach dem Henne Ei Prinzip. Man muss einfach irgendwann mal anfangen. Und die politische Entscheidung, die getroffen worden ist, ist Wir fangen mit der Vertrieb Seite an, wir versuchen zuerst einmal, die Fahrgäste zu akquirieren und leiten daraus dann den Bedarf für das Angebot ab. Das wird jetzt die Herausforderung der Zukunft sein. Wir sollten uns nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigen.

00:18:52:08 - 00:19:10:15
Sprecher 2
Das DeutschlandTicket ist da so wie es ist. Es wird bleiben. Wir werden es weiterentwickeln. Und dem müssen jetzt der Ausbau von Busse, von Bussen und Bahnen folgen. Und ich glaube, dann werden wir an einen wirklich guten ÖPNV nicht nur im VRR-Verbund ran, sondern in ganz Deutschland hinbekommen.

00:19:10:17 - 00:19:43:06
Sprecher 1
Wir als Verbund oder Aufgabenträger sind ja im Bereich stark engagiert, klimafreundliche Fahrzeuge zu beschaffen. Das passiert bei uns ja im Rahmen von Ausschreibungen und ich denke in den letzten Jahren viel, was die Klimafreundlich keit von Zügen angeht, erreicht worden. In den Kommunen ist die Situation im Moment schwieriger, weil Anfang des Jahres die Busförderung ja quasi auf Null runtergefahren worden ist.

00:19:43:08 - 00:19:57:23
Sprecher 1
Wie bewerten Sie das? Weil Für die Kommunen ist natürlich ein ein Ja, ich sag mal ein Umgestalten der Flotten ohne finanzielle Förderung der Politik schwierig. Und auch die Hersteller kommen da eventuell an ihre Grenzen.

00:19:58:00 - 00:20:30:01
Sprecher 2
Also es darf nicht so sein, dass den letzten die Hunde beißen und die letzten sind in dem Fall die Kommunen. Die Kommunen werden die Energiewende werden den Klimaschutz nicht alleine schultern können. Und ich sage noch einmal Klimaschutz ist Aufgabe des Bundes. Die Verträge und internationalen Vereinbarungen sind von der Bundesregierung und vom Deutschen Bundestag unterschrieben und beschlossen worden. Und darum besteht die Verpflichtung, diese diesen Transformationsprozess, der jetzt eingeleitet wird, auch ordentlich mit Finanzmitteln auszustatten.

00:20:30:03 - 00:21:01:15
Sprecher 2
Es geht nicht darum, ÖPNV alleine zu fördern, sondern es geht zuerst einmal darum, Klimaschutz voranzubringen. Und darum war es ein schwerer Fehler, dass die Bundesregierung die Förderung der Mobilität im ÖPNV von heute auf morgen so radikal zusammengestrichen hat. Ich habe mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen können, dass ein grüner Energieminister das so mittragen würde. Das ist aber so gekommen, das muss schleunigst repariert werden.

00:21:01:17 - 00:21:20:23
Sprecher 2
Und im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass wir die Klimaschutzziele, die ambitioniert sind, reißen werden, weil die Kommunen selbstverständlich nicht in der Lage sind, ihre Bus Flotten so schnell umzustellen, wie es notwendig ist, um bis zum Jahr 2035 klimaneutral den ÖPNV zu organisieren.

00:21:21:00 - 00:21:31:18
Sprecher 1
Haben Sie aus der Politik Signale vernommen, dass da noch mal eine Kehrtwende in absehbarer Zeit stattfinden könnte?

00:21:31:20 - 00:22:01:16
Sprecher 2
Na ja, es hängt alles mit allem zusammen. Ich verstehe das schon als Staatsbürger, dass es auch darum geht, die Ukraine zu unterstützen, damit dieser schreckliche Angriffskrieg Russlands zu Ende gebracht wird. Ich verstehe, dass wir im Bereich der Bildung mehr tun müssen, um die einzige Ressource, die wir haben, nämlich die Köpfe der jungen Menschen weiter zu fördern. Ich verstehe, dass wir beim Infrastrukturausbau vorankommen müssen, marode Brücken sanieren müssen, marode Schienenwege sanieren müssen.

00:22:01:18 - 00:22:28:06
Sprecher 2
Das verstehe ich schon alles. Aber am Ende müssen wir auch an das Klima denken, müssen die Energie und die Verkehrswende schaffen. Und das funktioniert nur, indem ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden. Und ich glaube, das wird eine große Herausforderung für uns alle werden. Denn wir sprechen zwar immer von Steuermitteln, wir sprechen von staatlichen Zuschüssen, aber am Ende ist es unser aller Geld, das da investiert wird.

00:22:28:08 - 00:22:34:12
Sprecher 2
Das sind die Bürgerinnen und Bürger, die dieses Geld erarbeiten müssen. 

00:22:34:14 - 00:23:03:21
Sprecher 2
Das Beste, was uns passieren könnte, wäre eine Wirtschaft, die wieder floriert, die auf Wachstumskurs ist und die nicht irgendwo um die 0 % Wachstum herum dümpelt, sondern die ordentliche Wachstumsraten hat. Das macht nicht nur den Menschen Mut, wieder zu investieren, sondern versetzt auch den Staat in die Situation, die notwendigen Dinge zu tun. Und dazu gehört eben auch, die Energiewende mit ausreichend Mitteln auszustatten.

00:23:03:23 - 00:23:21:02
Sprecher 1
Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat in der Vergangenheit häufiger schon die Strukturen im öffentlichen Personennahverkehr kritisiert und hat effizienteres Arbeiten angemahnt. Mit Blick auf die Strukturen speziell in Nordrhein Westfalen. Können Sie diese Kritik nachvollziehen?

00:23:21:04 - 00:23:57:13
Sprecher 2
Ja. Es ist doch völlig klar Wir können nicht nur als Bettelmönche in Berlin und in Düsseldorf vorstellig werden, sondern die Branche muss auch ihren eigenen Beitrag leisten. Und dazu gehören insbesondere Effizienzsteigerungen, beispielsweise bei den technischen Herausforderungen. Ich sehe eine ganz, ganz große Gefahr, nämlich die Gefahr, dass wir, nachdem wir uns vor 100 Jahren den Luxus geleistet haben, unterschiedliche Spurweiten bei den Straßenbahnen zu bauen, uns den Luxus geleistet haben, unterschiedliche Bahnsteigsteighöhen bei den S Bahn zu bauen.

00:23:57:15 - 00:24:25:24
Sprecher 2
Jetzt bei der Digitalisierung, den gleichen Fehler machen und unterschiedliche Standards bei der Digitalisierung setzen. Das ist ineffizient, das kostet Geld. Das kostet viel Geld und darum muss das verhindert werden. Und das gilt natürlich auch für Strukturen. Wobei man Herrn Wissing daran erinnern muss, dass er in seinen zehn Jahren als Verkehrsminister von Rheinland Pfalz es nicht geschafft hat, in diesem relativ überschaubaren Bundesland, wenn ich das mal so sagen darf, von fünf Verkehrsverbünden zu einer Reduzierung zu kommen.

00:24:26:01 - 00:24:49:15
Sprecher 2
Ich will nur daran erinnern, dass wir in Nordrhein Westfalen vor 15 Jahren zumindest bei der Schiene die Reduzierung von neun Aufgabenträgern auf drei Aufgabenträger hinbekommen haben. Das war damals ein Kraftakt, aber das hat dazu geführt, dass die Verbundlandschaft in Nordrhein Westfalen durchaus beispielgebend, beispielgebend für ganz Deutschland geworden ist. Und von daher kann ich Wissing verstehen, wenn er das sagt.

00:24:49:17 - 00:25:08:10
Sprecher 2
Aber das darf nicht ein Ablenkungsmanöver von seiner eigenen Verantwortung sein. Und seine Verantwortung ist es, das System auch mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, damit ein Ausbau der Infrastruktur möglich ist und vor allem die Energie und die Antriebswende bewerkstelligt werden können?

00:25:08:12 - 00:25:16:11
Sprecher 1
In welchen Bereichen können denn wir NRW Verkehrsverbünde noch effizienter werden?

00:25:16:13 - 00:25:52:18
Sprecher 2
Also wir brauchen eine Abstimmung der Standards. Da sind auch die Fördermittelgeber gefragt, denn es kann nicht sein, dass unterschiedliche Ansätze gleichzeitig gefördert werden. Das heißt, sowohl der Bund wie auch das Land und auch wir als VRR. Da wir ja selbst auch Bewilligungsbehörde sind, müssen dafür sorgen, dass gleiche Standards beispielsweise bei der Digitalisierung eingehalten werden und dass es unterschiedliche Hintergrundsysteme gibt, dass jeder seine eigene App entwickelt, dass es unterschiedliche Fahrplaninformationssysteme gibt.

00:25:52:20 - 00:26:18:20
Sprecher 2
Das ist ein untragbarer Zustand. Das kostet viel Geld, ist ineffizient und versichert verunsichert Im Übrigen auch die Kundinnen und Kunden. Und bei allem, was wir tun, müssen wir das immer aus den Augen unserer Fahrgäste tun. Und alles, was sie nicht verstehen, sollten wir unterlassen. Und die verstehen vieles nicht. Wenn der eine Fahrkartenautomat grün ist und der andere Fahrkartenautomat rot ist und jemand am Bahnhof ankommt und sagt Wo muss ich denn jetzt mein Ticket ziehen?

00:26:18:20 - 00:26:42:05
Sprecher 2
Am Grünen oder am Roten? Der weiß ja nicht, dass aus beiden das gleiche Ticket kommt. Das ist Schwachsinn. Da kann man ganz, ganz viele Effizienzen heben, ohne dass man die, ohne dass man die die Qualität oder den Kundenservice einschränkt. Und das sind eigentlich die schönsten Effizienzen, die man heben kann, ohne dass es einer merkt.

00:26:42:07 - 00:27:11:15
Sprecher 1
Lassen Sie uns mal zu einem aktuellen Thema kommen und einen Blick auf die Europawahl werfen. Sehen Sie Verbündete wie den VRR in einer gesellschaftspolitischen Verantwortung? Also ist es unsere Pflicht oder Aufgabe, zu solchen Dingen Stellung zu beziehen? Oder sagen Sie, das ist etwas, was ja zur Politik gehört und nicht in Strukturen wie den VRR?

00:27:11:21 - 00:27:39:03
Sprecher 2
Also zuerst einmal bin ich fest davon überzeugt, dass wir mehr Einmischung in die Politik aus der Zivilgesellschaft brauchen. Und dazu gehören auch öffentliche Unternehmen. Und wir müssen den Mund aufmachen, wenn die Rattenfänger durchs Land ziehen und die einfachen Antworten auf komplizierte Sachverhalte geben. Das ist, glaube ich, unsere staatsbürgerschaftliche Verantwortung. Und wenn dann noch dazu kommt, dass unsere eigenen Interessen betroffen sind, dann müssen wir erst recht laut werden.

00:27:39:05 - 00:28:06:13
Sprecher 2
Und wir haben eine Vielzahl von Zugverbindungen von Regionalbahn, Linien von Regionalexpress, Linien, die ganz selbstverständlich in die Niederlande fahren, die nach Arnheim gehen, die nach Enschede gehen, die nach Venlo gehen und anderswo hingehen. Die organisieren wir als Verkehrsverbund Rhein Ruhr. Und da will ich mir nicht von irgendwelchen Leuten sagen lassen Wir müssen die Grenzen dicht machen, und wir müssen wieder Mauern und Stacheldrahtzäune errichten und müssen die Errungenschaft, die wir in den letzten 70 Jahren uns erarbeitet haben, wieder aufgeben.

00:28:06:15 - 00:28:30:15
Sprecher 2
Und darum ist es ein ganz praktisches Beispiel für den VfR, dass wir grenzüberschreitende Verkehre organisieren. Wir wollen, dass die Menschen einander begegnen können, dass man einkaufen, arbeiten, studieren kann, wo immer man will. Und dafür organisieren wir die Verkehre. Wir machen nicht an irgendwelchen imaginären Grenzen halt. Und darum sind diejenigen, die Grenzen, das Wort reden, auf dem Holzweg. Und das müssen wir ganz deutlich benennen.

00:28:30:20 - 00:29:08:07
Sprecher 2
Und eine letzte Bemerkung. Wir wissen, dass wir die Zukunft und die Herausforderungen der Zukunft nur dann meistern können, wenn wir eine ausreichende Wirtschaftskraft haben. Und dafür brauchen wir Arbeitskräfte. Darüber gesprochen Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung, um den ÖPNV der Zukunft organisieren zu können. Und darum kann es auch bei der Migrationspolitik nicht eine Politik der Abschottung und der Grenzen geben, sondern wir brauchen diese qualifizierte Zuwanderung, um unseren Wohlstand zu bewahren und um unsere Geschäftsmodelle, die wir entwickelt haben, beim VFR weiter leben zu können.

00:29:08:13 - 00:29:37:12
Sprecher 2
Und das ist der Grund, warum wir uns einmischen müssen, warum wir nicht schweigen dürfen, wenn die Rattenfänger und Vereinfacher unterwegs sind. Wir müssen den Menschen erklären, dass es in ihrem Interesse ist, dass wir Europa leben. Und darum war die Europawahl ein ganz, ganz schwieriges Ergebnis, auf das wir reagieren müssen. Nicht nur die Politik, sondern auch wir als Unternehmen müssen uns da positionieren und müssen viel mehr aufklären, als wir das in der Vergangenheit getan haben.

00:29:37:14 - 00:29:47:10
Sprecher 1
Herzlichen Dank! Aus meiner Sicht ist das ein perfektes Schlusswort für dieses Interview. Der Wittke Danke, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben und vielen Dank.

00:29:47:12 - 00:29:48:12
Sprecher 2
Ich habe zu danken. Vielen Dank.

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