VRR fördert den Bau einer Mobilstation am Bahnhof Goch
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) fördert den Um- und Ausbau der Bike+Ride-Anlage am Bahnhof Goch zu einer modernen Mobilstation mit 663.800 Euro. Die Stadt Goch wertet damit einen wichtigen Verknüpfungspunkt für Bus, Bahn, Fahrrad und Pkw auf. Mit der Bewilligung wird zugleich ein besonderer Fördermeilenstein erreicht: Seit der VRR 2008 die Investitionsförderung übernommen hat, bewilligte er Fördermittel nach § 12 ÖPNVG NRW in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro und treibt damit die Modernisierung der Nahverkehrsinfrastruktur in seinem Verbundraum voran.
Bewilligung über 663.800 Euro stärkt die Vernetzung von Bus, Bahn und Fahrrad
„Mit der Mobilstation in Goch entsteht zukünftig ein attraktiver Verknüpfungspunkt, der den Umstieg von Fahrrad oder dem Pkw auf Bus und Bahn erleichtert. Die Förderung zeigt zugleich, wie Land, VRR und Kommunen gemeinsam Verantwortung für eine moderne und nachhaltige Mobilität übernehmen. Das Land stellt die Mittel bereit, der VRR prüft, bewilligt und begleitet die Vorhaben, und die Kommunen setzen sie vor Ort um. Davon profitieren am Ende vor allem die Bürgerinnen und Bürger“, so VRR-Vorstandssprecher, Oliver Wittke.
Mobilstation Goch verbindet Bus, Bahn und Fahrrad
Die Stadt Goch wird die knapp 30 Jahre alte Bike-and-Ride-Anlage am Bahnhof umfassend um- und ausbauen und zu einer modernen Mobilstation weiterentwickeln. Der Bahnhofsvorplatz ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt für die Stadt und die Region. Das Projekt verbessert insbesondere die Verbindung zwischen dem Schienenpersonennahverkehr, dem Busverkehr, dem Fahrrad sowie dem Park-and-Ride-Angebot.
„Gute Mobilität darf keine Frage des Wohnortes sein. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir verlässliche Angebote und gut erreichbare Orte, an denen Bus, Bahn, Fahrrad und Auto sinnvoll miteinander verknüpft werden. Die Mobilstation in Goch stärkt diese Vernetzung und verbessert die Möglichkeiten der Menschen, ihre Wege im Kreis Kleve flexibel zurückzulegen“, erklärt Landrat Christoph Gerwers, Verbandsvorsteher und Vorsitzender des Verwaltungsrates des VRR.
Die bislang vorhandene Bike-and-Ride-Anlage mit insgesamt 257 Stellplätzen, darunter 42 gesicherte Plätze, soll auf insgesamt 300 Fahrradstellplätze erweitert werden. Geplant sind 240 größtenteils überdachte Stellplätze mit Radanlehnbügeln sowie 60 Plätze in einer gesicherten Sammelabstellanlage. Ergänzend entstehen vier Radboxen für das Bike- und E-Bike-Sharing.
„Mit der Mobilstation schaffen wir in Goch einen zentralen Ort, an dem verschiedene Verkehrsmittel sinnvoll zusammenkommen. Genau hier am Bahnhof macht eine solche Station absolut Sinn. Die Menschen können ihre Wege dadurch einfacher planen und beispielsweise Fahrrad, Auto, Bus und Bahn flexibel miteinander kombinieren. Das stärkt den Bahnhof als Mobilitätsknoten und erweitert die Möglichkeiten, in Goch und der Region mobil zu sein.“, erklärt Stephan Luyven, Bürgermeister der Stadt Goch.
Auf dem Bahnhofsvorplatz wird außerdem in direkter Nähe zur Bushaltestelle, zur Wartehalle und zur Park-and-Ride-Anlage eine Mobilstationsstele errichtet. Ein zusätzliches Wegweiser Schild auf der Rückseite des Bahnhofs weist künftig auf die verschiedenen Mobilitätsangebote hin. Dazu gehören der ÖPNV, Bike-and-Ride, Park-and-Ride, die Sammelabstellanlage mit DeinRadschloss sowie das Bike-Sharing.
Die Gesamtausgaben des Vorhabens belaufen sich auf 819.435 Euro. Davon sind 737.500 Euro zuwendungsfähig. Der VRR fördert das bereits bewilligte Projekt nach § 12 ÖPNVG NRW mit 663.800 Euro. Dies entspricht einem Fördersatz von 90 Prozent.
„Die Mobilstation Goch macht sichtbar, wie aus Fördergeld bessere Mobilität wird. Wer am Niederrhein künftig vom Rad in den Bus oder in die Bahn steigt, kommt schneller und einfacher ans Ziel. Mit diesem Projekt überschreiten wir zugleich die Marke von einer Milliarde Euro bewilligter Fördermittel. Das Geld kommt bei den Menschen vor Ort an“, erklärt Udo Sieverding, Abteilungsleiter Mobilität der Zukunft, Radverkehr, ÖPNV im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Eine Milliarde Euro für die Modernisierung des Nahverkehrs
Der VRR ist Zuwendungsgeber und Bewilligungsbehörde für Investitionen in die ÖPNV- und SPNV-Infrastruktur im Verbundgebiet. Auf Grundlage der §§ 12 und 13 des ÖPNV-Gesetzes Nordrhein-Westfalen unterstützt er Kreise, Städte und Gemeinden, öffentliche und private Verkehrsunternehmen sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Finanzierung ihrer Investitionsvorhaben. Ziel ist es, die Verkehrsverhältnisse in der Region zu verbessern, die Infrastruktur zu modernisieren, die Barrierefreiheit auszubauen sowie Qualität und Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs nachhaltig zu stärken.
Zu den Förderschwerpunkten zählen beispielsweise der Neu- und Ausbau von Zentralen Omnibusbahnhöfen, ÖPNV-Verknüpfungspunkten sowie Park-and-Ride- und Bike-and-Ride-Anlagen. Hinzu kommen der barrierefreie Ausbau von Haltestellen und Stationen, moderne Fahrgastinformationssysteme sowie Mobilstationen, die unterschiedlichen Verkehrsmittel und Dienstleistungen an einem Ort zusammenführen.

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