Coronavirus: Die Lage im VRR

Um die Coronavirus-Pandemie einzudämmen, mussten wir auch in Busse und Bahnen Vorkehrungen treffen, um Ansteckungen zu verhindern: In NRW gilt ein Sonderfahrplan für den SPNV. In Bussen und Bahnen sind Vordereinstieg und Ticketkauf nicht möglich, um persönliche Kontakte zu reduzieren und Menschen vor dem Coronavirus zu schützen. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld und Ihr Verständnis - und dafür, dass Sie weiterhin bitte unnötige Fahrten vermeiden. Bleiben Sie zu Hause und bleiben Sie gesund!

Aktuelle Maßnahmen im ÖPNV

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen haben gemeinsam mit den Aufgabenträgern VRR, NVR und NWL einen Sonderfahrplan für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen erarbeitet, der vorerst bis 19. April gilt.

Leider behindern Baustellen in den Osterferien den eingeschränkten Bahnverkehr zusätzlich. Weitere Informationen.

Fahrgäste finden alle aktuellen Informationen unterwww.mobil.nrw.

Der angepasste Netzplan zeigt, wie die Linien in NRW nach dem Sonderfahrplan verkehren.

Engpässe im Sonderfahrplan konnten auf allen gemeldeten Linien durch Maßnahmen wie Verstärkerfahrten oder den Einsatz von Zügen in Doppeltraktion behoben werden. Alle Beteiligten arbeiten gemeinsam kontinuierlich an Anpassungen und steuern gegebenenfalls nach.

S4: Ab Donnerstag, 2.4.2020 fährt die S4 zwischen 5 und 9 Uhr im Halbstundentakt. Der neue 30-Minuten Takt bis 9 Uhr gilt nur zwischen Dortmund-Lütgendortmund und Unna-Königsborn und nicht auf kompletten Linienweg.

RE13: Seit Montag, 30.3.2020 ist die Linie RE 13 östlich von Wuppertal-Oberbarmen wieder verlängert und verkehrt somit auf dem Laufweg von Hagen Hbf nach Venlo.

S68: Seit Donnerstag, 26.3.2020 wird die S68 auf dem Linienweg zwischen Wuppertal-Vohwinkel, Düsseldorf und Langenfeld unterstützend eingesetzt.

Die Eingabe der geänderten Fahrplanänderungen in die dynamischen Auskunftssysteme läuft auf Hochtouren. Bis alle Daten über die einschlägigen Apps und Webseiten der Verkehrsunternehmen und Verbünde in NRW verfügbar sind, wird es aufgrund der Vielzahl der Änderungen aber einige Tage dauern.

Ziel ist es, den Fahrgästen auch bei erhöhten Abwesenheitsquoten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eisenbahnunternehmen durch Krankmeldungen oder Quarantänemaßnahmen noch ein zwar reduziertes aber planbares Angebot zur Verfügung zu stellen und kurzfristige, unplanbare Zugausfälle zu vermeiden.

Maßnahmen im kommunalen öffentlichen Verkehr

Die Verkehrsunternehmen im VRR ergreifen weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. In den nächsten Wochen reduzieren die meisten Unternehmen ihr Angebot im kommunalen ÖSPV und schließen zum Teil ihre Kunden- und Servicecenter.

Informieren Sie sich auf den Websites der lokalen Verkehrsunternehmen. Dort finden Sie welche Coronavirus-Maßnahmen ergriffen wurden und erhalten Informationen zum Fahrplanangebot in Ihrer Stadt. Eine Aufstellung der Verkehrsunternehmen mit Verlinkung zu den Websites finden Sie hier.

Zudem haben einige Verkehrsunternehmen im VRR den Ein- und Ausstieg an der vorderen Tür bei allen Bussen bis auf Weiteres ausgesetzt und den Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal eingestellt.

Die Vorsichtsmaßnahme dient dazu, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Fahrscheinverkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für die Fahrerinnen und Fahrer als auch für alle Fahrgäste zu minimieren.

Da hierdurch die Fahrscheinpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben ist, empfiehlt der VRR den Fahrgästen, Tickets im Vorverkauf über andere Verkaufskanäle zu erwerben, z.B. als HandyTicket über die Apps der Verbünde und Verkehrsunternehmen, den DB Navigator und die Mobil.NRW-App oder am Fahrkartenautomaten. Hier finden Sie einen Überblick zu den Möglichkeiten ein Ticket zu kaufen.

Kulanzregelung & Ticketgültigkeit

Kulanzregelung im VRR für die kommenden Wochen

Die Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr reagieren auf die zunehmenden Einschränkungen im Alltags- und Arbeitsleben im Zusammenhang mit dem Coronavirus und bieten ihren Kunden eine einfache Kulanzregelung an.

  • Kunden, die bereits ihre Monatskarten für April oder Mai erworben haben und eine Erstattung in Anspruch nehmen möchten, wenden sich bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen.
     
  • Abonnenten können z.B. ab 1. April 2020 bis auf weiteres ihr Abo pausieren. Hierzu wenden sie sich bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen.
     
  • Monatswertmarken des Monats März 2020 können bis zum 3. Werktag im April 2020 ihre Gültigkeit behalten. Wertmarken für den Monat April 2020 können bereits am 3. letzten Werktag des Monats März 2020 zur Fahrt genutzt werden.
     
  • Trägerkarten von YoungTicketPLUS und SozialTickets, die am 31.03.2020 ablaufen (Nachweis) akzeptieren wir zunächst bis Ende April 2020.
     

Langjährige Kunden mit einer Zeitkarte wenden sich für die Pausenregelung bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen. Hier finden Sie eine Aufstellung der Verkehrsunternehmen mit Verlinkung zu den Websites.

Für Kunden, die ihr Ticket-Abo noch kein Jahr haben, gibt es ein neues und nur in der aktuellen Phase geltendes Sonderkündigungsrecht, ohne finanzielle Nachteile. Für alle weiteren Abonnenten gilt die bestehende Kündigungsregelung weiter.

Käufer von Tickets des Bartarifs, wie beispielsweise Einzel, 4er- und 10er-Tickets, 24- und 48-StundenTickets, Tages- oder ZusatzTickets behalten, soweit sie noch nicht entwertet sind, bis zum 31. März 2021 ihre Gültigkeit.

Hier finden Studierende die Kulanzregelung für das Semesterticket und das SemesterTicket NRW

Eine Frau wählt an einem Ticketautomat ein Ticket aus.

Hygiene-Tipps

Bitte beherzigen Sie bei allen Fahrten in den öffentlichen Verkehrsmitteln folgende Hygienemaßnahmen:

  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten.
     
  • Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände mehrmals am Tag gründlich.
     
  • Vermeiden Sie enge Kontakte und halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen.

 

Semesterticket für das Sommersemester im April 2020

Aufgrund der aktuellen Situation bezüglich des Corona-Virus ist der Lehrbetrieb an den meisten Hochschulen derzeit eingestellt. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Schließung mindestens bis zum 19.04.2020 und ggf. darüber hinaus anhält. Davon betroffen ist auch zum Teil die Ausgabe der Studierendenausweise für das Sommersemester 2020, so dass Studierende für das neue Semester über keine Semestertickets verfügen. Gleichzeitig sind Abschlussprüfungen, die im März 2020 stattfinden sollten in den April 2020 verschoben. Aus diesem Grund haben sich die Verbünde und Verkehrsunternehmen in NRW auf folgende Regelung für den Zeitraum vom 01.04.2020 bis zunächst 30.04.2020 geeinigt:

  1. Das SemesterTicket NRW für das Wintersemester 2019/2020 wird über den eigentlichen Geltungszeitraum hinaus bis zum 30.04.2020 anerkannt, sofern der Geltungszeitraum am 31.03.2020 enden würde.
  2. Die Anerkennung des regionalen Semestertickets muss ebenfalls bis zum 30.04.2020 ausgedehnt sein.
  3. Für Erstsemester im Sommersemester 2020 (Start: 01.04.2020) wird die Immatrikulationsbescheinigung als Fahrausweis bis zum 30.04.2020 in Verbindung mit einem Lichtbildausweis anerkannt.

 

Weitere Einschränkungen durch Baustellen im SPNV

Bitte beachten Sie: In den nächsten Wochen wird im nordrhein-westfälischen Schienennetz weiter an einer besseren Infrastruktur gearbeitet. Durch Bauarbeiten im Schienennetz wird es während des Sonderfahrplans weitere Einschränkungen bei S-Bahnen, Regionalbahn und Regionalexpress geben. Dort, wo Haltepunkte nicht angefahren werden können und Züge ausfallen, fährt der Schienenersatzverkehr (SEV). Bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt.

Alle relevanten Informationen finden Sie unter www.mobil.nrw

Baumaßnahmen auf der Schiene sind lange im Voraus geplant, teilweise bis zu 3 Jahren. Wenn heute nicht gebaut wird, muss ein neues Zeitfenster für die Baumaßnahme gefunden werden. Damit könnten sich notwendige Baumaßnahmen um Jahre verschieben, wenn sie nicht wie geplant durchgeführt werden. 

Das ist unterschiedlich. Alle relevanten Informationen zu einzelnen Baumaßnahmen finden Sie auf www.mobil.nrw oder den Seiten der Deutschen Bahn sowie der Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Grundsätzlich wird während des gesamten Jahres gebaut. In den Ferienzeiten gibt es aber Bauschwerpunkte, weil weniger Fahrgäste unterwegs sind und gerade weniger Pendler von den Einschränkungen betroffen sind.

Dort, wo Strecken nicht bedient werden können, wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auf vielen Strecken fahren die Züge trotz der Baustelle weiter, zum Beispiel, wenn nur Teilabschnitte betroffen sind. Das Angebot ist dann eingeschränkt und geringer als im normalen Betrieb. Aktuelle Informationen dazu erhalten Sie unter www.mobil.nrw oder auf den Seiten der Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Ja. Unter www.mobil.nrw finden Sie alle relevanten Informationen.

Nein. Wie in zahlreichen anderen Unternehmen sind auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen von den Folgen der Pandemie betroffen und verzeichnen eine gestiegene Zahl von Krankheitsfällen und Mitarbeitern in Quarantäne. Deshalb wurde der Sonderfahrplan erstellt, damit eine Grundversorgung gesichert ist und die Menschen, die auf S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress angewiesen sind, weiter mobil bleiben.

Die NRW-Verkehrsunternehmen reagieren auf die zunehmenden Einschränkungen im Alltags- und Arbeitsleben im Zusammenhang mit dem Coronavirus und bieten ihren Kunden eine einfache Kulanzregelung an. Kunden, die beispielsweise ihre ZeitTickets im Einzelkauf erworben haben und eine Erstattung in Anspruch nehmen möchten, wenden sich bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen. Abonnenten können bis auf weiteres ihr Abo pausieren lassen. Auch dazu wenden Sie sich bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen vor Ort. Dasselbe gilt für JobTicket-Besitzer. Die kulanten Sonderlösungen erfragen Sie bitte beim Verkehrsunternehmen.

Eine Aufstellung der Verkehrsunternehmen im VRR mit Verlinkung zu den Website finden Sie hier!

Ja, auch hier hat der Fahrgast die Möglichkeit, die Mobilitätsgarantie NRW in Anspruch zu nehmen. Sie gilt bei einer Abfahrtsverspätung ab 20 Minuten an der Abfahrtshaltestelle. Dabei wird die Abfahrt durch den aktuell gültigen Fahrplan definiert, d.h. bei Baustellen und anderen geplanten Maßnahmen gilt die Abfahrtszeit des Ersatz- bzw. Baustellenfahrplans. Nähere Infos unter  https://www.mobil.nrw/service/mobigarantie.html

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