Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen wieder frei: RE 19 fährt wieder weitgehend ohne Umstieg
Nach rund 80 Wochen Bauarbeiten und zahlreichen Sperrungen ist ein wichtiger Abschnitt des Ausbaus auf der Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen abgeschlossen. Ab dem 19. Mai 2026 fahren auf der Strecke von RE 5, RE 19, RE 44 und RE 49 wieder Züge statt der baustellenbedingten Ersatzbusse.
Arbeiten auf der Bahnstrecke Emmerich - Oberhausen
Ab dem 19. Mai 2026 fahren auf der Strecke von RE 5, RE 19, RE 44 und RE 49 wieder Züge statt der baustellenbedingten Ersatzbusse.
In den vergangenen Wochen war die Strecke zwischen Emmerich, Wesel und Oberhausen rund einen Monat lang vollständig gesperrt. Grund waren umfangreiche Arbeiten für den Ausbau der Betuwe-Linie und eines dritten Gleises. Die Deutsche Bahn hat in dieser Zeit besonders aufwändige Bauarbeiten gebündelt, um mehrere Maßnahmen gleichzeitig umzusetzen.
Zudem fährt ab Dienstag, 19. Mai 2026 der RE 19 wieder weitgehend ohne Umstieg zwischen Düsseldorf und Arnhem. Das Verkehrsunternehmen VIAS bietet die Verbindung ab sofort bis auf vier Fahrten pro Tag und Richtung wieder durchgehend an – darunter auch die ersten und letzten Verbindungen des Tages von und nach Arnhem.
Möglich wird das durch eine bessere Verfügbarkeit der sogenannten Mehrsystemfahrzeuge. Diese Züge sind für den grenzüberschreitenden Verkehr ausgelegt und können mit den unterschiedlichen Stromsystemen zwischen Deutschland und den Niederlanden fahren. Nach umfangreichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten stehen aktuell wieder fünf Fahrzeuge zur Verfügung.
Bei den vier Verbindungen pro Richtung die weiterhin ein Umstieg erfordern, gelten geänderte Fahrzeiten zwischen Emmerich und Arnhem. Die Zeiten wurden dort so geplant, dass Anschlussverbindungen zuverlässig erreicht werden können. Die Wartezeit des Umstiegs in Emmerich beträgt rund 15 Minuten.
Das aktuelle Betriebskonzept gilt zunächst bis zum 17. Juli 2026. Anschließend prüfen die Verantwortlichen u.a. anhand der Fahrzeugverfügbarkeit, ob der RE 19 wieder vollständig und durchgehend ohne Umstieg fahren kann.
Nächste Einschränkung bereits angekündigt: Für Pendler:innen der Linien RE 5 (RRX), RE 19, RE 44 und RE 49 steht im November 2026 die nächste Einschränkung an. Dann ist eine einwöchige Streckensperrung geplant.
Wichtige Zwischenetappe beim Betuwe-Ausbau erreicht
Mit dem Abschluss des Baumarathons erreicht die Deutsche Bahn einen wichtigen Meilenstein im Ausbauprojekt. Seit Baubeginn 2017 wurden entlang der Strecke unter anderem:
- 52 Kilometer Gleise neu- oder umgebaut,
- knapp 12 Kilometer Schallschutzwände errichtet,
- 38 Kilometer Oberleitungsanlagen erneuert,
- 62 Weichen modernisiert sowie
- 45 Brücken erweitert oder neu gebaut.
Zwischen Voerde und Dinslaken fahren die Züge nun erstmals auf drei Gleisen. Zudem sind rund 60 Prozent der Ausbauarbeiten zwischen Voerde-Friedrichsfeld und Wesel abgeschlossen.