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04. Mai 2026

Neuer Betreiber für den RE 34: Die WestfalenBahn stellt sich vor

Ende des Jahres übernimmt mit der WestfalenBahn ein neues Eisenbahnverkehrsunternehmen die Linie RE 34. Der „Dortmund-Siegerland-Express“ verbindet Dortmund und Witten mit den Städten im Lennetal und Siegen und spielt somit eine wichtige Rolle für die Mobilität zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Südwestfalen. Die Linie schafft ab dem Fahrplanwechsel im Dezember mit einem durchgehenden Stundentakt attraktive, planbare Verbindungen für Pendler:innen und Fahrgäste, die den Zug in ihrer Freizeit nutzen möchten. Im Interview mit dem Geschäftsführer Sven Jamelle stellt sich das Eisenbahnverkehrsunternehmen vor und erklärt, worauf es bei der Betriebsübernahme im Dezember ankommen wird.

Interview mit Sven Jamelle, Geschäftsführer der WestfalenBahn GmbH

Die WestfalenBahn ist als regional verankertes Eisenbahnverkehrsunternehmen bereits in Niedersachen und in Teilen von NRW unterwegs, im VRR aber noch neu. Wie würden Sie Ihr Unternehmen Fahrgästen vorstellen, die Sie bisher vielleicht noch nicht kennen?

Sven Jamelle: „Die WestfalenBahn ist vor allem ein familiäres Unternehmen. Wir haben vor Kurzem unser 20-jähriges Firmenjubiläum gefeiert und dabei ist uns das nochmal bewusst geworden: Viele Kolleginnen und Kollegen von früher sind immer noch an Bord, kennen unsere Strecken in- und auswendig und haben das Unternehmen mit aufgebaut. Da steckt unglaublich viel Erfahrung drin, von Menschen, die seit vielen Jahren mit der Eisenbahn zu tun haben. Ich selbst z.B. bin seit 2007 im Unternehmen tätig und habe schon mehrere Betriebsaufnahmen miterlebt.
Unser Wissen und unsere Leidenschaft geben wir gezielt an die neuen Kolleginnen und Kollegen weiter, die bei uns selbstverständlich professionell eingearbeitet werden, sei es in den Bereichen Sicherheit, Technik oder Kundenservice. Diese Expertise spüren auch unsere Fahrgäste. Seit über 20 Jahren werden wir als verlässliches Eisenbahnverkehrsunternehmen in der Region wahrgenommen.“

Sven Jamelle, Geschäftsführer der WestfalenBahn GmbH

Ab Dezember 2026 übernimmt die WestfalenBahn den RE 34. Was ist Ihnen besonders wichtig, wenn Sie an den Start der Linie denken?

Sven Jamelle: „Der Start einer neuen Linie ist immer aufregend und eine besondere Herausforderung. Es gibt unglaublich viele Dinge, die bedacht, organisiert und vorbereitet werden müssen. Von der Bereitstellung der Fahrzeuge über die Qualifizierung neuen Personals bis hin zu den Abläufen im täglichen Betrieb. Hier sind wir mit viel Engagement dabei und wollen trotz der großen Herausforderung zum Betriebsstart von Anfang an einen verlässlichen Bahnbetrieb sicherstellen.

Wir haben die Linie RE 34 bereits sicherheitstechnisch beurteilt und die Orte sowie Bahnhöfe besichtigt. Wir freuen uns sehr, dass unsere Züge demnächst in der schönen Region rund um Dortmund und das Siegerland unterwegs sein werden. Am Ende steht für uns aber immer der Fahrgast im Mittelpunkt. Unser Ziel ist ganz klar: Die Menschen sollen sich auf unsere Züge verlassen können, komfortabel unterwegs sein und sich bei uns jederzeit sicher fühlen.“

Für unsere Fahrgäste ist vor allem entscheidend, dass Züge zuverlässig fahren und gut funktionieren. Was können Fahrgäste auf dem RE 34 von der WestfalenBahn erwarten?

Sven Jamelle: „Auf der Linie RE 34 wird es ab Dezember 2026 einen durchgehenden Stundentakt geben. Das schafft den Fahrgästen in der Region deutlich mehr Flexibilität im Alltag und macht die Verbindung insgesamt planbarer.

Auch bei den Fahrzeugen tut sich einiges: Stichwort mehr Platz. Übergangsweise setzen wir moderne Siemens Mireo Smart-Züge mit mindestens 214 Sitzplätzen ein. Ab Dezember 2027 kommen dann fünfteilige Stadler FLIRT³-Triebzüge mit circa 250 Sitzplätzen zum Einsatz. Künftig bieten wir unseren Fahrgästen also mehr Komfort und eine moderne Ausstattung.“

Die WestfalenBahn ist künftig Partner im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit dem VRR für einen stabilen und kundenorientierten Betrieb?

Sven Jamelle: „Die Zusammenarbeit mit dem VRR ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Ein stabiler und kundenorientierter Betrieb entsteht ja nicht im Alleingang. Da greifen viele Dinge ineinander: Fahrpläne, Anschlüsse, Infrastruktur und die Information für die Fahrgäste. Genau dafür braucht es einen starken Partner wie den VRR.

Der VRR kennt die Region und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort sehr genau. Dieses Wissen ist für uns unglaublich wertvoll, um unser Angebot gezielt darauf auszurichten. Gleichzeitig bringen wir unsere Erfahrung aus dem täglichen Betrieb ein. So entsteht ein Angebot, das im Alltag wirklich funktioniert.“

Wenn Sie heute schon an die Fahrgäste auf dem RE 34 denken: Was möchten Sie ihnen mit Blick auf den Betreiberwechsel mitgeben?

Sven Jamelle: „Wir freuen uns sehr darauf, die Strecke zu übernehmen und künftig für die Fahrgäste da zu sein. Und ganz wichtig: Niemand muss sich Sorgen wegen des Betreiberwechsels machen.
Wir sind ein Unternehmen mit langjähriger Erfahrung. Unsere Triebfahrzeugführer:innen und Kundenbetreuer:innen sind gut ausgebildet und werden einen zuverlässigen Betrieb sicherstellen. Auch unsere Teams hinter den Kulissen, etwa in der Instandhaltung und der Leitstelle, arbeiten mit vollem Einsatz, damit alles reibungslos läuft.

Kurz gesagt: Hinter der WestfalenBahn steht ein professionelles Team, das jeden Tag sein Bestes gibt, damit alle gut und verlässlich an ihrem Ziel ankommen.“

 

Der Dortmund-Siegerland-Express (RE 34)

Luftaufnahme vom Dortmunder Stadtgebiet mit Blick auf das Dortmunder U
Luftaufnahme von Dortmund mit Blick auf das Dortmunder U (© Stadt Dortmund - Roland Gorecki) | Der RE 34 verkehrt ab Dezember 2026 im durchgehenden Stundentakt von Dortmund über Witten bis nach Siegen.
Wibke Hinz

Von Wibke Hinz
PR- und Online-Redakteurin


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